Parkinson auf dem Vormarsch

Welt-Parkinson-Tag am 11. April 2014

(LOZ). Parkinsonpatienten leben meist eher zurückgezogen. Doch einmal im Jahr, am Welt-Parkinson-Tag am 11. April, rücken sie in den Vordergrund. Zahlreiche Aktionen für Patienten, Angehörige und Ärzte verstärken weltweit die Aufmerksamkeit auf die Erkrankung mit all ihren Facetten. Was bedeutet Parkinson? Wie geht es den Patienten im Alltag? Was können Angehörige tun? Gibt es Neuigkeiten in der Forschung? Der Informationsbedarf ist groß und Aufklärung nötig, denn Parkinson ist auf dem besten Weg, zu einer Volkskrankheit zu werden.


Es gibt immer mehr Parkinson-Patienten
Hierzulande leiden zwischen 250.000 und 280.000 Patienten an Parkinson, weltweit etwa 4,1 Millionen. Experten gehen davon aus, dass allein in Deutschland jährlich rund 13.000 neue Parkinson-Erkrankungen dazukommen. Grund für die starke Zunahme ist die steigende Lebenserwartung. Parkinson tritt in den meisten Fällen erst im Alter auf, doch auch junge Menschen ab 40 können bereits betroffen sein.

Wenn die Bewegungen außer Kontrolle geraten
Sogenannte „motorische Symptome“ sind Hauptanzeichen der Parkinsonerkrankung. Dazu gehören Zittern, insbesondere der Hände, Muskelsteifigkeit, Gang- und Standunsicherheit oder eine Bewegungsarmut. Im Detail bedeutet das zum Beispiel, dass plötzlich die Hand zu zittern anfängt, und man nicht mehr ohne Probleme die Schuhe zubinden oder in klarer Schrift schreiben kann. Die Beweglichkeit des ganzen Körpers wird nach und nach eingeschränkt.

Wichtig nach der Diagnose Parkinson: eine ganzheitliche Behandlung
Obwohl man die Erkrankung nicht heilen kann, ist es doch möglich, Symptome zu lindern und gut mit Parkinson zu leben. Voraussetzung ist eine individuelle Behandlung, die sich nicht nur auf die Hauptsymptome konzentriert. Denn Begleiterscheinungen wie Schluckstörungen, Schlafprobleme oder Übelkeit belasten das Leben der Patienten oft zusätzlich. Eine ganzheitliche, auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten abgestimmte Behandlung ist wichtig.

Für Parkinson-Patienten stehen heute verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehört neben Tabletten z. B. auch ein Medikamentenpflaster. Es gibt den Wirkstoff gleichmäßig über 24 Stunden direkt über die Haut unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes ins Blut ab.

Parkinson – was ist das?
Parkinson ist eine Erkrankung des Nervensystems. Der Teil des Gehirns, der an der Steuerung und Kontrolle fließender Bewegungen beteiligt ist, verändert sich. Diese Region ist eine Ansammlung von Nervenzellen und wird „schwarze Substanz“ genannt. Die Informationen zwischen diesen Zellen werden durch bestimmte Botenstoffe weitergeleitet.

Damit Bewegungen koordiniert und flüssig durchgeführt werden können, müssen diese Botenstoffe in einem Gleichgewicht stehen. Bei der Parkinson-Erkrankung bilden sich aber die Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, immer mehr zurück. So kommt es auf Dauer zu einem Ungleichgewicht der Botenstoffe, mit der Folge, dass die besprochenen Symptome auftreten. Warum diese Rückbildung entsteht, ist nicht bekannt. Neuere Forschungs-ergebnisse legen nahe, dass Parkinson lange vor den Auftreten der „typischen“ Symotome beginnt – und zwar im Darm.

Typische Symptome einer fortgeschrittenen Erkrankung sind:
  • zittern
  • steife Gliedmaßen
  • unwillkürliche Bewegungen
  • verlangsamte Bewegungen
  • nicht-motorische Symptome wie depressive Verstimmung, Müdigkeit, Schmerzen, Verdauungsstörungen


Weitere Informationen gibt es unter www.parkinson-aktuell.de

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 10 April 2014 09:13
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.