Magnesium und der Einfluss auf Diabetes mellitus Typ 2

Magnesiummangel birgt erhöhtes Diabetes-Risiko

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Nicht nur Diabetiker sollten auf eine Auswahl geeigneter magnesiumreicher Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Nüsse oder Gemüse achten. Foto: djd/panthermedia


(djd/pt). In Deutschland leiden mehr als 8 Millionen Menschen unter Diabetes mellitus Typ 2. Zwar messen die allermeisten Diabetiker ihren Blutzucker regelmäßig, dokumentieren ihre Werte und nehmen die verordneten Antidiabetika in Form von Tabletten oder Insulin-Spritzen, doch den wenigsten ist bekannt, dass zwischen den Blutzucker- und Magnesiumwerten ein enger Zusammenhang besteht.


Blutzucker zu hoch, Magnesium zu niedrig?
Ergebnisse neuer Untersuchungen in Deutschland haben gezeigt, dass bei rund einem Viertel der Probanden die Serum-Magnesiumkonzentrationen unter 0,73 mmol/l lagen und somit nicht selten zu gering sind. Magnesium aktiviert als Coenzym etwa 300 Enzymsysteme im Körper, darunter auch das für die Energiebereitstellung so wichtige Adenosintriphosphat (ATP). Erschöpfung und Leistungseinbußen können die Folge eines Magnesiummangels sein.

Magnesium verringert Diabetes-Risiko
Gleichzeitig wurde erkannt, dass Menschen mit einem Mangel an Magnesium eine höhere Inzidenz für Diabetes zeigen. Im Umkehrschluss konnte hinsichtlich des Diabetes-Risikos gezeigt werden, dass eine hohe Magnesiumzufuhr in der Lage ist, nicht nur sekundär die Folgen des Diabetes abzumildern und die Blutzuckereinstellung zu verbessern, sondern auch mit einem deutlich geringeren Risiko verbunden ist, überhaupt einen Diabetes zu entwickeln. Eine Metaanalyse der Daten von mehr als 500.000 Studienteilnehmern ergab ein um 14 % vermindertes Diabetes-Risiko je 100 mg zusätzlich verzehrtem Magnesium (s. Grafik). Zugleich hat jede Verminderung des Diabetes-Risikos auch einen erheblichen Einfluss auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Auf ausreichende Magnesium-Zufuhr achten
Da die gegenwärtigen Ernährungsformen oft nur unzureichende Mengen an Magnesium enthalten können, sollte durch eine Auswahl geeigneter magnesiumreicher Lebensmittel (Vollkornprodukte, Nüsse, Gemüse) für eine höhere Zufuhr gesorgt werden. Ist dieses nicht in ausreichendem Maß möglich, so ist eine Magnesiumsubstitution insbesondere mit gut bioverfügbarem Magnesium in Form von Magnesiumcitrat (wie z. B. Magnesium-Diasporal, Apotheke) sinnvoll. Information, eingehende Beratung und umfassende Unterstützung geben Diabetologen, Ärzte und Apotheker.

Letzte Änderung am Freitag, 28 September 2012 19:09
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