Kennen Sie Ihr Herz-Kreislauf-Risiko?

(akz-o). Wann haben Sie Ihr Herz das letzte Mal gründlich untersuchen lassen? Der „Check-up 35“ beim Hausarzt ist beispielsweise eine gute Möglichkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Hören Sie jedoch auch auf Ihren „inneren Arzt“. Denn unser Herz sendet Warnsignale, die Sie unbedingt ernst nehmen sollten.


Vorboten beachten
Viele Patienten haben die typischen Vorzeichen des Körpers entweder ignoriert oder einfach überhört: Leistungsknick, Luftnot, wachsende Niedergeschlagenheit und Müdigkeit, Schlafstörungen oder Flüssigkeitseinlagerungen etwa können Anzeichen für eine Herzmuskelschwäche sein. Solche Beschwerden deshalb immer vom Arzt abklären lassen. Brustschmerzen, die bis in die linke Schulter und den Arm ausstrahlen, oder ein Druck- und Engegefühl in der Brust sind ernste Vorzeichen für einen Herzinfarkt. Zögern Sie bei solchen Beschwerden nicht, sofort einen Notarzt zu rufen! Bei Frauen äußern sich die Warnzeichen anders: Hier können Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Erschöpfung und Schmerzen im Gesichtsbereich oder Kiefer einen Herzinfarkt ankündigen.


Wenn das Herz stolpert
Auch sogenanntes Herzstolpern sollte nicht unterschätzt werden. Denn dahinter kann sich Vorhofflimmern verbergen. Zwar ist diese Herzrhythmusstörung nicht lebensbedrohlich, aber der größte Risikofaktor für einen Schlaganfall. Denn durch Vorhofflimmern können sich die Vorhöfe des Herzens nicht mehr richtig zusammenziehen – das Blut stockt und es kann zu einem Gerinnsel kommen. Der Arzt verschreibt deshalb gerinnungshemmende Medikamente, sogenannte Vitamin-K-Antagonisten, deren Dosis regelmäßig angepasst werden muss. Dafür muss die Blutgerinnung beim Arzt dann engmaschig kontrolliert werden. 


Extra-Tipp: Mit einem kleinen mobilen Messgerät (z. B. CoaguChek XS) kann man den Check im Alltag selbst durchführen. Für die Blutentnahme genügt ein kleiner Pieks in die Fingerbeere. Die anschließende Messung des Gerinnungswertes und die selbstständige Anpassung der Tablettenmenge können Interessierte bundesweit in Schulungseinrichtungen erlernen. Die Kosten für Schulung und Gerät werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Liegen die Werte außerhalb des vom Arzt vorgegebenen Bereichs, kann die Dosis der Medikamente selbstständig verändert werden.

Letzte Änderung am Mittwoch, 02 Juli 2014 18:20
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