Ein konsequenter Rauchstopp hilft der Lunge

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert zum 17. Deutschen Lungentag

Köln (LOZ).„Gesunde Lunge - Grundlage des Lebens“ lautet das Motto des diesjährigen Deutschen Lungentages am 20. September. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nimmt den jährlich stattfindenden Aktionstag zum Anlass, um auf die Gefahren des Rauchens für die Gesundheit der Lunge aufmerksam zu machen.

Eine gesunde Lunge ist ein leistungsstarkes Organ, das den Körper mit lebensnotwendigem Sauerstoff versorgt, Krankheitserreger abfängt und Kohlendioxid abtransportiert. Pro Tag atmet ein Erwachsener über 10.000 Liter Luft ein und aus. Tabakrauch enthält über 4.800 verschiedene Substanzen, viele davon sind giftig. Bei ungefähr 90 Substanzen ist eine krebserzeugende Wirkung entweder nachgewiesen worden oder sie wird vermutet.

„Rauchen ruft chronische Entzündungsprozesse im Lungengewebe hervor und ist der  Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs“, warnt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Lungenerkrankungen wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD führen zu schweren Atemwegsfunktionsstörungen und zur Zerstörung von Lungengewebe“, so Prof. Pott weiter. COPD steht für die englische Bezeichnung Chronic Obstructive Pulmonary Disease. Der Begriff „obstruktiv“ weist darauf hin, dass sich bei einer COPD die Atemwege verengen. Auch das Risiko, an einer Bronchitis oder einer Lungenentzündung zu erkranken, nimmt durch Tabakkonsum zu.

Laut einer Studie kanadischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ist das Sterberisiko von Rauchern und Raucherinnen um das Dreifache höher als bei Menschen, die noch nie in ihrem Leben geraucht haben. Nachgewiesen wurde aber auch, dass sich der Rauchstopp selbst im mittleren und höheren Erwachsenenalter noch lohnt. „Mit neun zusätzlichen Jahren kann jemand rechnen, der mit 35 bis 44 Jahren die letzte Zigarette ausdrückt. Und ein Rauchstopp zwischen dem 45. und 54. Lebensjahr wird mit „6 Jahren mehr“ belohnt - immer im Vergleich zu Personen, die nicht aufhören zu rauchen“, appelliert Prof. Pott an die Raucherinnen und Raucher. „Und von der Langzeitwirkung ganz abgesehen: Die Regeneration des Körpers beginnt bereits nach kurzer Zeit. Zwölf Stunden nach der letzten Zigarette ist der Kohlenmonoxid-Spiegel im Blut gesunken und der Sauerstoff-Spiegel auf normaler Höhe. Alle Organe werden wieder besser mit Sauerstoff versorgt und die körperliche Leistungsfähigkeit steigt.“

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet mit ihrer „Rauchfrei“-Kampagne vielfältige Angebote für  Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten:

  • Telefonische Beratung unter der Rufnummer 01805/31 31 31 (14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent/Min.).
  • Gruppenkurs „Rauchfrei Programm“ Informationen zum Kursangebot, zu Anbietern vor Ort und den Möglichkeiten der Kostenerstattung gibt es unter: www.rauchfrei-programm.de  
  • Online-Ausstiegsprogramm mit bewährten Informationen, Tipps und täglicher E-Mail (www.rauchfrei-info.de).
  • Online-Mentorenprogramm „Rauchfrei-Lotsen“: Erfolgreiche Ex-Raucherinnen und Ex-Raucher geben im Rauchfrei-Forum (www.rauchfrei-info.de) praktische Tipps für den Ausstieg und motivieren zum Dranbleiben.
  • START-Paket zum Nichtrauchen mit Broschüre „Ja, ich werde rauchfrei“, einem „Kalender für die ersten 100 Tage“, einem Stressball und anderen hilfreichen Materialien. Kostenlose Bestellung über: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221/8992257, E-Mail: order@bzga.de, www.bzga.de
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