Vitamin D gegen Diabetes?

Neue Untersuchungen rücken das Sonnenvitamin in den Blickpunkt

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Gerade im Winter ist ein Vitamin-D-Mangel fast vorprogrammiert.
Foto: djd/Merck Serono/© Darren Baker - Fotolia.com


(djd/pt). Diabetes hat sich zur Volkskrankheit entwickelt. Rund neun Millionen Bundesbürger sind nach Angaben des Saarbrücker Diplom-Oecotrophologen Professor Nicolai Worm vom Typ 2, dem sogenannten Altersdiabetes, betroffen. Dazu kommt eine Dunkelziffer von etwa zwei Millionen Menschen. Bekannte Risikofaktoren für die Entwicklung der Zuckerkrankheit sind neben dem Lebensalter Übergewicht, Bewegungsmangel, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte.


Neue Untersuchungen legen jetzt nahe, dass auch Vitamin-D-Mangel eine Rolle spielen könnte. So weist eine Studie des Helmholtz Zentrums in München darauf hin, dass eine gezielte Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung die Gefahr für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes um 43 Prozent senken kann. Selbst für bereits Erkrankte könne sie Vorteile bringen, da Vitamin D positiv auf den Glukosestoffwechsel wirke.

Zu wenig Sonne, zu wenig Vitamin D
Doch gerade in hiesigen Breiten ist ein Vitamin-D-Mangel weit verbreitet. Untersuchungen haben ergeben, dass vor allem im Winter rund zwei Drittel der Erwachsenen einen Blutwert unterhalb des bisher empfohlenen Grenzwerts von 20 Nanogramm pro Milliliter haben. Und selbst dieser Wert wird von vielen Experten als zu niedrig angesehen. Der Mangel liegt darin begründet, dass das Sonnenvitamin hauptsächlich unter dem Einfluss von UV-Strahlen in der Haut gebildet wird. Und an der Sonnenintensität mangelt es hierzulande im Winter deutlich.

Normale Ernährung ist nicht ausreichend
Darum hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) kürzlich den Referenzwert für die Aufnahme von Vitamin D von 200 auf 800 I.E. erhöht - nach Ansicht vieler Fachleute immer noch zu wenig. Mit normaler Ernährung lässt sich dieser Bedarf kaum decken, daher empfiehlt die DGE die Einnahme von geeigneten Vitamin-D-Präparaten. Diese sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich, wie etwa Vigantoletten 1000 I.E. (Öko-Test-Note "sehr gut", Heft Januar 2012). Zusätzlich sollte man seine Haut möglichst täglich für kurze Zeit ungeschützt der Sonne aussetzen - hellhäutige Typen etwa zehn Minuten, dunklere etwas länger.

Was Vitamin D alles kann
Neue Forschungen fördern immer mehr Wirkungen des Sonnenvitamins zutage. Neben seinen möglichen positiven Effekten bei der Vorbeugung und Behandlung von Diabetes wirkt es nach Angaben von Professor Nicolai Worm wie ein "Zentralschalter" auf viele Körperfunktionen. So unterstütze Vitamin D etwa das Immunsystem und schütze folglich vor Erkältungen und Grippe. Eine unzureichende Versorgung könne dagegen zu zahlreichen Funktionsstörungen führen, sie wird etwa im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Parkinson, Multipler Sklerose und Rheuma gesehen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 22 März 2012 10:23
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