Alkohol als Seelentröster

Wenn Senioren ihren Kummer ertränken

djd Desitin Corbis kw 41-12

Ältere Menschen haben zunehmend mit Einsamkeit zu kämpfen - nicht wenige Senioren versuchen ihren Kummer beim Trinken zu vergessen. Foto: djd/Desitin/Corbis


(rgz). Viele ältere Menschen haben zunehmend mit Einsamkeit zu kämpfen. Die tägliche Routine des Jobs fehlt, Freunde oder Angehörige sind verstorben und die Kinder leben ihr eigenes Leben. Auch Zukunftsängste oder Schmerzen belasten sehr - nicht wenige Senioren versuchen ihren Kummer beim Trinken zu vergessen. Schätzungen zufolge haben 400.000 Deutsche über 65 Jahre ein deutliches Alkoholproblem.

Erst wenn ein Betroffener sich eingestanden hat, dass er alkoholabhängig ist und die Sucht als Krankheit akzeptiert, kann die individuelle Therapie festgelegt werden. Ziel ist eine dauerhafte Abstinenz und langfristige Rückfallfreiheit (Infos unter www.tipps-gegen-sucht.de). Prof. Dr. Falk Kiefer, stellvertretender ärztlicher Direktor der Klinik für abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim, weist auf die Schwierigkeiten hin, Patienten nach dem Entzug bei der Enthaltsamkeit zu unterstützen. Seitens einer medikamentösen Therapie gebe es aber Möglichkeiten, auf das Belohnungssystem einzuwirken: "Hier ist insbesondere die Substanz Naltrexon zu nennen", betont der Mediziner. Sie sei in Deutschland seit etwa eineinhalb Jahren zur Senkung des Rückfallrisikos und zur Minderung des Verlangens nach Alkohol als Teil einer umfassenden Therapie bei alkoholabhängigen Erwachsenen zugelassen.

Letzte Änderung am Dienstag, 16 Oktober 2012 19:25
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