Mit Bewegung und Entspannung gegen den akuten Rückenschmerz

AOK-Bewegungsfachkraft Annemarie Gehrt gibt Tipps für den gesunden Rücken. AOK-Bewegungsfachkraft Annemarie Gehrt gibt Tipps für den gesunden Rücken. Foto: hfr/AOK

Wenn der Schmerz plötzlich ins Kreuz schießt, geht meistens erst einmal gar nichts mehr: Hexenschuss

 

(LOZ). In den meisten Fällen haben akute Rückenschmerzen harmlose Ursachen und verschwinden schnell wieder. Der plötzliche Schmerz im unteren Rücken lässt einen quasi in der Bewegung erstarren, das Aufrichten und Strecken tut extrem weh. Geht der Betroffene damit zum Arzt, verwendet dieser Fachbegriffe wie „Lumbago“ oder „akute Lumbalgie“. Bei diesen Ausdrücken denkt man schnell, dass etwas Ernstes wie beispielsweise ein Bandscheibenvorfall dahintersteckt. Das ist aber mit ein bis drei Prozent nur bei einem extrem geringen Teil der Rückenschmerzen der Fall. "In den meisten Fällen haben Kreuzschmerzen eine harmlose Ursache wie ein blockiertes Lendenwirbelgelenk oder ausgeprägte Muskelverspannungen ", sagt AOK-Bewegungsfachkraft Annemarie Gehrt.

Menschen, die einmal einen Hexenschuss hatten, glauben, dass sie ab jetzt immer ein Rückenpatient sind. 90 Prozent der Rückenschmerzen dauern nicht länger als sechs Wochen und klingen auch ohne Behandlung wieder ab. Ernstzunehmende Warnsignale sind Kribbeln oder Lähmungen im Bein, Probleme beim Stuhlgang oder Wasserlassen. Dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.

Wer einen akuten Hexenschuss hat, tut gut daran, erst einmal nicht in Panik zu geraten. Zunächst bietet eine Stufenlagerung Entlastung. Sie sollten nicht im Bett liegen bleiben, sondern sich möglichst rasch wieder bewegen. Rezeptfreie Schmerzmittel in den ersten Tagen durchbrechen den Kreislauf aus Schmerz, Schonhaltung, Muskelverspannung und noch mehr Schmerz durch die Verspannung. Bewegung hilft, den Rückenschmerz wieder aufzulösen. Nach der akuten Phase ist es sinnvoll, die Rückenmuskulatur zu kräftigen und somit einen Rückfall zu vermeiden.

Infokasten



Abwechslung von Bewegung und Entspannung



Mit der richtigen Abwechslung von Bewegung und Entspannung ist das gar nicht so schwer, wie man denkt. Und so geht’s:

• Bewegen Sie sich lieber mehrmals am Tag für jeweils zehn Minuten als einmal am Tag.
• Setzen Sie stärker auf Alltagsaktivitäten: Treppe steigen, Wege zu Fuß gehen, Auto stehen lassen und Rad fahren.
• Überlegen Sie, was Ihnen in Sachen Bewegung guttut und Spaß macht: Nur wenn es Spaß macht, bleibt man auch dran.
• Wer gezielt die tiefe Rückenmuskulatur kräftigen möchte, kann mit Pilates oder Yoga viel für seinen Rücken tun.
• Angenehme Aktivitäten und angenehme Gedanken sind auch gut für Ihren Rücken: Planen Sie schöne Dinge in Ihren Alltag ein und versuchen Sie, nicht alles schwarz zu sehen.
Letzte Änderung am Donnerstag, 26 Februar 2015 17:57
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