Ausweg aus der Schmerzspirale

Entspannung und Bewegung können Muskelverspannungen lösen

djd Trancolong K Tiedge kw 11-12

Bewegung hilft dabei, vernachlässigte Muskelgruppen zu stärken und überbeanspruchte Partien zu entlasten.
Foto: djd/Trancolong/K.Tiedge


(djd/pt). Chronische Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Häufig sind die Beschwerden auf muskuläre Verspannungen zurückzuführen, die durch einseitige Haltung, fehlende Ausgleichsbewegungen im Alltag und psychische Anspannung entstehen. Schmerzt der Rücken dauerhaft, verfallen viele Betroffene in depressive Stimmung und ziehen sich zurück. Statt gegen den Schmerz aktiv zu werden, hoffen sie, die Beschwerden mit Schonhaltung und Ruhepausen zu vermeiden, erzielen damit aber genau den gegenteiligen Effekt: Die Verspannungen nehmen zu, Muskeln bilden sich zurück und die Schmerzen verstärken sich.


Stress bewältigen - Aktivitäten fördern
Entwickelt sich daraus ein Schmerzgedächtnis, können schon kleinste Reize eine heftige Reaktion auslösen. Damit es nicht so weit kommt, raten Experten dazu, frühzeitig gezielt gegenzusteuern. Ein multimodales Behandlungskonzept aus Schmerzlinderung, Bewegung und psychologischer Betreuung soll die Patienten dabei zu eigenverantwortlichem Handeln und mehr Aktivität anregen. Je nachdem, wie groß die psychische Belastung ist, können Verhaltenstherapien zum Erlernen von Stressbewältigung und die Vermittlung von Entspannungstechniken erheblich zum Behandlungserfolg beitragen. Eine Kombination aus Rückenschule und geräteunterstütztem Krafttraining kann helfen, vernachlässigte Muskelgruppen zu stärken und überbeanspruchte Partien zu entlasten. Konkrete Übungen, Videos und Broschüren finden sich unter www.special-rueckenschmerz.de zum Download.

Ausweg aus dem Teufelskreis
Um den Teufelskreis der Schmerzen erst einmal zu durchbrechen, ist in vielen Fällen eine gezielte Schmerztherapie, zum Beispiel auf Basis des Wirkstoffs Flupirtin, wie etwa in Trancolong, angezeigt. Solche sogenannten Kaliumkanalöffner wirken sowohl gegen die Schmerzen als auch gegen chronische Verspannungen der Muskulatur. Darüber hinaus mindern sie die übermäßig gesteigerte Erregbarkeit der schmerzleitenden Nervenfasern in Rückenmark und Gehirn. So kann die Reizweiterleitung gehemmt, der Muskeltonus normalisiert und Schmerzlinderung oder gar Schmerzfreiheit erreicht werden.

Schmerzgedächtnis: Warum wird Rückenschmerz chronisch?
Werden akute Schmerzen nicht frühzeitig mit wirksamen Mitteln behandelt, kann sich ein Schmerzgedächtnis entwickeln. Das Gehirn erhält auch dann noch Schmerzsignale, wenn die auslösende Ursache gar nicht mehr vorhanden ist. Chronische Schmerzen sind die Folge. Reagieren die Betroffenen mit einer weiteren Reduzierung ihrer körperlichen Aktivitäten, wird der Bewegungsapparat dauerhaft geschwächt und die allgemeine Leistungsfähigkeit sinkt. Ältere Personen sind hiervon besonders betroffen, da ihre Muskelkraft schneller nachlässt.

Letzte Änderung am Samstag, 24 März 2012 19:53
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