Grippesaison 2014/2015: Deutlich mehr Kranke im Landkreis Herzogtum Lauenburg

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Grippesaison 2014/2015: Deutlich mehr Kranke im Landkreis Herzogtum Lauenburg Foto: W. Reichenbächer

Herzogtum Lauenburg (LOZ). Die letzte Grippesaison fiel besonders schwer aus. Im Landkreis Herzogtum Lauenburg wurden von Oktober 2014 bis Ende April dieses Jahres 99 Influenza-Infektionen gemeldet. 2013/2014 gab es im gleichen Zeitraum nur neun registrierte Fälle. „Die tatsächliche Zahl der Grippeerkrankungen ist wahrscheinlich sogar höher. Nicht jeder, der an Grippe erkrankt, geht zum Arzt und wird auf das Virus getestet“, sagt Peter Rupprecht, Pressereferent bei der IKK classic, zu den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts.

Grippaler Infekt oder Grippe?

Seit einigen Wochen ist die Grippewelle deutlich abgeflacht. Neuerkrankungen werden in Deutschland nur noch vereinzelt gemeldet. Dennoch klagen Menschen auch jetzt über Halsschmerzen, eine verstopfte Nase oder Husten. Das ist zwar unangenehm, aber die meisten haben lediglich einen grippalen Infekt, was nichts anderes als eine Erkältung ist. Anders als bei einer Grippe-Infektion kündigt sie sich langsam an und verschwindet nach ein paar Tagen, ohne größere Spuren zu hinterlassen.

Die echte Grippe, die durch Influenza-Viren ausgelöst wird, kommt hingegen plötzlich und erfasst nicht nur die Atemwege, sondern häufig den ganzen Körper. Wie aus dem Nichts stellt sich ein extremes Krankheitsgefühl ein mit Fieber, Abgeschlagenheit und Kopf- und Gliederschmerzen. Oft leiden Patienten noch Wochen nach der Infektion an Erschöpfung und Antriebslosigkeit. „Auch wenn die Grippewelle vorüber ist, sollten Menschen mit entsprechenden Symptomen eine mögliche Infektion nicht auf die leichte Schulter nehmen und lieber zum Arzt gehen“, rät Rupprecht.

Geringe Impfquote trotz Kostenübernahme

Gefährlich ist eine Grippe vor allem für bestimmte Risikopatienten. Dazu zählen Menschen über 60 Jahre, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen. „Obwohl vor jedem Winter auf die Grippeschutzimpfung hingewiesen wird und die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Risikogruppen übernehmen, liegt die Impfquote hinter den Erwartungen zurück“, sagt Rupprecht. Weil sich die Influenzaviren laufend verändern, ist eine Grippeschutzimpfung niemals dauerhaft wirksam und muss jährlich erneuert werden. Damit der Impfstoff möglichst effektiv wirken kann, werden die Aktivitäten des Erregers weltweit von Influenzazentren beobachtet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt die Erkenntnisse zusammen und entwickelt daraus die Empfehlung der Impfstoffzusammensetzung für die kommende Saison. Für Deutschland geschieht dies in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Als besten Zeitraum für die nächste Impfung empfiehlt das Robert Koch-Institut Oktober bis November 2015.

Grippegefahr im Urlaub

“Auf der südlichen Erdhalbkugel ist die Influenzasaison in den Monaten Mai bis September”, sagt Peter Rupprecht. “So besteht auch die Gefahr, sich auf Reisen mit dem Grippevirus zu infizieren, wenn man in unseren Breiten gar nicht mehr an die Influenza denkt.” Die IKK classic rät deshalb Urlaubern, die zu den Grippe-Risikopatienten gehören, rechtzeitig mit ihrem Arzt zu besprechen, ob eine Schutzimpfung gegen Influenza vor der Reise sinnvoll ist.

Letzte Änderung am Mittwoch, 22 Juli 2015 19:00
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