Mit Gewürzen gesund durch die dunkle Jahreszeit

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Foto: ASchick01  / pixelio.de


(ddp direct). Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, verdunkelt sich oft auch die Stimmung. Die Füße frieren, die Nase läuft. Typische Weihnachtsgewürze wie Anis, Nelke und Vanille helfen dann weiter: Ihre wohltuende Wirkung kommt uns in den düsteren Herbst- und Wintermonaten auf vielfältige Weise zugute.


Anis
Nicht von ungefähr finden sich Anis-Bonbons in den kalten Wintermonaten in so mancher Manteltasche. Die Samen der Pflanze „Pimpinella anisum“ wirken krampf- und schleimlösend und beruhigen die Atemwege von Hustengeplagten. Als Tee zubereitet lindert Anis gemeinsam mit Fenchel und Kümmel sowohl Erkältungs- als auch Magenbeschwerden.

Ingwer
Nach einem Spaziergang in Regen, Kälte oder Schnee wird ein Ingwertee zur Entspannung, zum Aufwärmen und für die Gesundheit empfohlen. Ingwer – die Wurzel der Pflanze „Zingiber officinale“ – enthält Scharfstoffe, die unseren Körper ins Schwitzen bringen, und hilft so bei Erkältungen und Schüttelfrost. Ingwer bietet zudem Schutz vor freien Radikalen, die bei Stress oder Rauchen vermehrt entstehen und Herzkrankheiten auslösen können. Auch bei Übelkeit kann Ingwer guttun. Während einer Schwangerschaft ist Ingwer allerdings mit Vorsicht zu genießen, da er den Blutdruck erhöht und vorzeitig Wehen einleiten kann.

Muskat
Muskat vertreibt Traurigkeit, Trägheit und macht den Kopf frei für Wichtiges – die Muskatnuss ist ein Frohmacher. Darüber hinaus fördert sie den Appetit und die Verdauung. Das Gewürz kann bei nahezu jedem Kartoffelgericht verwendet werden. Dazu genügt eine Messerspitze! Bei einer Dosis von über fünf Gramm kann Muskatnuss Halluzinationen mit Herzrasen, Magenschmerzen oder Angstzustände hervorrufen. Eine richtige Nuss ist die Muskatnuss übrigens nicht: Am Muskatnussbaum „Myristica fragrans“ wachsen aprikosenähnliche Früchte – die sogenannte Nuss ist ihr Samen.

Gewürznelke
Gewürznelken sind besonders reich an ätherischem Öl. Dadurch riechen und schmecken die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelken-Baums „Eugenia caryophyllata“ nicht nur sehr intensiv, sondern haben auch eine heilende Wirkung. Das ätherische Öl hemmt die Verbreitung von Bakterien, Viren und Pilzen. Nelkenöl wirkt lokal betäubend und desinfizierend. Oft wird es bei Entzündungen eingesetzt. Wer unter Halsschmerzen leidet, kann sich zur Linderung einen Tee mit Nelken zubereiten.

Vanille
Sie verbreitet ein intensives, wohltuendes Aroma. Die in den Vanilleschoten enthaltenen ätherischen Öle haben über 35 Duftkomponenten. Ein wichtiger Aromastoff ist das Vanillin, das auch chemisch hergestellt werden kann und oft in Lebensmitteln verwendet wird. Die echte Vanille ist die Frucht der Orchidee „Vanilla planifolia“. Vanille riecht nicht nur gut, sondern hellt auch die Stimmung auf. Das Aroma beeinflusst die Serotonin-Ausschüttung. Dieser Botenstoff fördert die gute Laune. Tipp: Eine Duftkerze aus Vanille kann für positive Stimmung in dunklen Monaten sorgen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 14 November 2012 15:10
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