Herzinfarkt – Frauen leiden anders

VERBRAUCHER INITIATIVE mit Tipps zu Herzwochen im November

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Foto: sigrid-rossmann / pixelio.de


(ddp direct). Ein Herzinfarkt ist längst nicht nur Männersache. Die Zahl der weiblichen Patienten steigt an, vor allem im Alter zwischen 40 und 55 Jahren. Frauen haben im Ernstfall meist andere Symptome. Ein Infarkt wird daher oftmals zu spät erkannt. Anlässlich der Herzwochen vom 01. bis 30. November 2012 informiert die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V., worauf Frauen beim Thema Herzinfarkt achten sollten.


„Frauen bekommen zwar durch alle Altersgruppen hinweg immer noch seltener einen Herzinfarkt als Männer, aber sie sterben häufiger daran“, erklärt Alexandra Borchard-Becker, Fachreferentin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE. Bei ihnen zeigt sich ein Infarkt vielfach durch Luftnot, heftige Übelkeit und Erbrechen. Hinzu können starke Bauch- und Rückenschmerzen, besonders im Nackenbereich und zwischen den Schulterblättern kommen. Die Symptome können von Schwindelgefühlen und einer ungewöhnlich starken Müdigkeit begleitet sein. Statt der typischen heftigen Schmerzen im Brustbereich, die in die umliegenden Körperregionen austrahlen können, dominieren bei Frauen eher ein Engegefühl und ein heftiger Druck. Frauen denken bei diesen Anzeichen oft selbst nicht an einen Infarkt. Sie suchen daher erst verspätet einen Arzt oder eine Klinik auf. Wertvolle Zeit verstreicht und die Überlebenschancen sinken.

„Rufen Sie unbedingt den Notarzt über die Rufnummer 112, wenn solche Beschwerden unvermittelt auftreten und ungewöhnlich stark sind. Beschreiben Sie möglichst genau die Symptome“, rät die Fachreferentin. Wichtig ist, den Namen, die vollständige Adresse und Telefonnummer anzugeben. Bis zum Eintreffen des Notarztes sollten allgemeine Erste-Hilfe-Maßnahmen angewendet werden. Der Herzinfarkt zeigt, wie sinnvoll und notwendig geschlechtsspezifische Ansätze in der Medizin sind. Denn Frauen haben nicht nur andere Symptome, auch einige der bekannten Risikofaktoren können bei ihnen öfter zu einem Herzinfarkt führen als bei Männern. Besonders ungünstig sind Rauchen und ein bestehender Diabetes mellitus. Anders als Männer, nehmen sich Frauen privaten Stress und Konflikte mehr zu Herzen. „Mit dem Rauchen aufhören, gesünder essen, sich mehr bewegen und entspannen – dafür ist es nie zu spät. Holen Sie sich Hilfe und Unterstützung“, empfiehlt Frau Borchard-Becker.

Ein Risikofaktor für einen Herzinfarkt können auch Hormonbehandlungen in den Wechseljahren sein. Mehr Informationen über ihre Risiken und den Nutzen, die Wechseljahre selbst sowie Tipps zu Regelbeschwerden bietet die Broschüre „Frauen & Gesundheit“ der VERBRAUCHER INITIATIVE. Das Heft kann für 4,00 Euro (inkl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt bzw. für 2,50 Euro heruntergeladen werden.

Letzte Änderung am Freitag, 16 November 2012 14:35
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