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Schmerzverlauf dokumentieren

akz schmerz kw 46-12

Foto: Change Pain/akz-o


(akz-o). Mal fühlt er sich dumpf an und kommt in Schüben, mal ist er pochend und lässt einen nachts kein Auge zutun – chronischer Schmerz hat viele Ursachen und Gesichter. Um die Krankheit besser zu verstehen und richtig behandeln zu können, ist es hilfreich, ein sogenanntes Schmerztagebuch zu führen.
Wie verändert sich der Schmerz innerhalb eines Tages, was verschafft Linderung und welche Schmerzmittel lösen Nebenwirkungen aus? Damit die Schmerztherapie effektiv sein kann, ist es wichtig, Fragen wie diese täglich in einem Schmerztagebuch zu beantworten. Denn so kommen Betroffene und Ärzte schmerzauslösenden oder schmerzverstärkenden Faktoren leichter auf die Spur und können die Therapie optimieren.


Nebenwirkungen genau festhalten
Meist werden hierfür spezielle Diagnosebögen oder selbst angefertigte Tabellen genutzt, in denen der Schmerzverlauf festgehalten wird. Dies ist jedoch oft zeitaufwendig. Wer ein iPhone oder iPad besitzt, hat nun die Möglichkeit, sich eine interaktive Schmerz-App, den „Pain Tracer“, kostenlos herunterzuladen: Mit der App können Betroffene die chronische Schmerz-erkrankung fortlaufend protokollieren. Auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden oder Schwindel können sie dort erfassen. Der Vorteil: Eingegebene Daten werden automatisch online ausgewertet und in übersichtlichen Diagrammen dargestellt. Die Wirksamkeit einer Behandlung wird so direkt erfasst. Die Auswertung können Sie dann per E-Mail an den behandelnden Arzt schicken oder als Ausdruck zum nächsten Termin mitnehmen.
Downloaden kann man den „Pain Tracer“ kostenlos im App Store.
Zudem bieten einige Ärzte den Link als Service für ihre Patienten bereits auf ihrer Praxisseite an. Fragen Sie Ihren Arzt doch einmal beim nächsten Termin, ob er auch schon mit dem „Pain Tracer“ arbeitet.
Weitere Infos dazu und Wissenswertes rund ums Thema chronische Schmerzen finden Sie im Internet unter: www.change-pain.de

Schmerzmedikamente richtig einnehmen
1. Machen Sie eine Liste mit allen Arzneimitteln, die Sie einnehmen. Zeigen Sie diese Ihrem Arzt oder Apotheker bei jedem Besuch. So wird die Therapie regelmäßig überprüft und Wechselwirkungen können vermieden werden.
2. Halten Sie sich immer genau an Hinweise zur Einnahmezeit und -art. Denn: Im Zusammenspiel mit bestimmten Lebensmitteln oder anderen Arzneien können Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren.
3. Nehmen Sie Tabletten mit Leitungswasser ein. Das im Mineralwasser enthaltene Kalzium bindet manche Medikamentenwirkstoffe. Auch Milch, Saft und Kaffee können die Wirkung beeinflussen.

Letzte Änderung am Montag, 19 November 2012 11:18