Grippesaison 2015/2016 hat Schleswig-Holstein schwer getroffen

Grippesaison 2015/2016 hat Schleswig-Holstein schwer getroffen Foto: W. Reichenbächer

Mehr Influenza-Infektionen im Herzogtum Lauenburg

 

(LOZ). Die letzte Grippesaison fiel in Schleswig-Holstein schwerer als in der Saison zuvor und schwerer als im Bundesdurchschnitt aus. Das teilt die Krankenkasse IKK classic mit. Demnach wurden im nördlichsten Bundesland von Oktober 2015 bis Ende April 2016 insgesamt 2.298 Influenza-Infektionen gemeldet. 2014/2015 gab es im gleichen Zeitraum 1.860 registrierte Fälle. Das ist eine Steigerung von über 23 Prozent. Auch im Kreis Herzogtum Lauenburg wurden mehr Infektionen festgestellt, bei 166 Personen wurde der Influenzavirus diagnostiziert.

In der Grippesaison 2014/2015 wurden nur 123 Fälle gemeldet. In der gesamten Bundesrepublik sind dagegen die gemeldeten Influenza-Fälle von 88.522 (Saison 2014/2015) um 13,45 Prozent auf 76.614 (Saison 2015/2016) gesunken. Die IKK classic bezieht sich bei den Angaben auf Zahlen aus der Gesundheitsdatenbank des Robert Koch-Instituts, das im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums infektionsepidemiologische Daten zur Überwachung der Situation übertragbarer Krankheiten in Deutschland erfasst und zusammenführt.

Wo viele Leute zusammenkommen steigt die Ansteckungsgefahr

Grippe ist eine akute Erkrankung der Atemwege, die ernsthafte, mitunter lebensbedrohliche Folgen haben kann. Ausgelöst wird die stark ansteckende Krankheit durch Viren. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen winzige, virushaltige Tröpfchen von Erkrankten in die Luft und können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Die Erreger haften auch an Händen und Gegenständen, die von Infizierten angefasst wurden. Über den Kontakt mit Schleimhäuten in Mund und Nase können sie dann in den Körper eindringen und krank machen.

Bei Verdacht auf Infektion schnell zum Arzt

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der ersten Krankheitsanzeichen, beträgt bei der Grippe ein bis zwei Tage. Meist beginnt die Influenza aus heiterem Himmel. Typische Symptome sind plötzliches Fieber, trockner Husten, Gelenk- und Muskelschmerzen, heftige Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche, ein starkes Krankheitsgefühl und Appetitlosigkeit. Häufig kommen auch Licht- und Geräuschempfindlichkeit hinzu. Jeder reagiert individuell auf eine Infektion mit Influenza-Viren, nicht immer treten alle Symptome auf. Deshalb rät die IKK classic, dass der Weg zum Arzt schnell eingeschlagen wird, wenn der Verdacht auf eine Infektion besteht. „Je früher die medizinische Behandlung beginnt, desto eher können ein langer Krankheitsverlauf und mögliche Komplikationen vermieden werden“, sagt Peter Rupprecht. „Die echte Grippe ist eine schwerwiegende Erkrankung, die nicht unterschätzt werden darf.“

Impfung ist bietet Schutz

Den besten Schutz vor Ansteckung mit dem Influenza-Virus bietet - neben gewissenhafter Handhygiene eine Impfung. Sie wird besonders Menschen über 60 Jahren, Schwangeren, medizinischem Personal und Patienten mit chronischen Erkrankungen empfohlen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für alle Risikogruppen. Die IKK classic und einige weitere Krankenkassen bezahlen darüber hinaus die Impfung für alle Versicherten.

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.