Neue Technik für besseres Hören

Hörgeräte sind Hightech

djd Phonak kw 51-12

Kinder profitieren besonders von den Fortschritten in der Hörgeräte-Technologie. Foto: djd/Phonak


(djd/pt). "Besser hören" ist ein Feld der Wissenschaft, in dem enorme Anstrengungen unternommen werden. Denn immer mehr Deutsche brauchen technologische Unterstützung, um ihre Mitmenschen zu verstehen, um die Natur auch akustisch zu genießen oder um dem Sound im TV und in anderen Medien zu folgen. Der neueste Trend in der sich rasch entwickelnden Hörgeräte-Technologie nennt sich Binaurale VoiceStream Technologie. Was verbirgt sich hinter dieser kompliziert klingenden Bezeichnung?


Besser hören mit beiden Ohren
Binaural (lateinisch "mit beiden Ohren") bedeutet das Hören mit beiden Ohren. Der Begriff wird auch in Zusammenhang mit der Hörgeräte-Anpassung verwendet, wenn sowohl das rechte als auch das linke Ohr ein Hörgerät bekommen. Bei der neuen Binauralen VoiceStream Technologie des Hörgeräte-Herstellers Phonak etwa geht es um diese "zweiohrige" natürliche Art des Hörens. So können die damit arbeitenden Hörgeräte der Produktlinie "Quest" zum Beispiel Windgeräusche beidohrig verarbeiten. Wind verursacht vor allem dadurch Probleme, indem er in die Mikrofonöffnungen eintritt. Die dadurch verursachten Störungen ändern sich zudem je nach Kopfausrichtung. Damit kann selbst die kleinste Brise eine Herausforderung darstellen. Um das zu lösen, werden bei den neuen Geräten die Geräusche in beiden Hörgeräten erfasst und sofort, also in Echtzeit, miteinander verglichen. Jenes Signal, das das Sprachsignal weniger stark überlagert, wird in Sekundenbruchteilen auf die Gegenseite übertragen. Stimmen werden auf diese Weise klarer hörbar, was den Hörkomfort stark erhöht. Laut einer Studie des Phonak Hearing Centers ergibt sich daraus eine Verbesserung der Sprachverständlichkeit im Windgeräusch um 40 Prozent. Unter www.phonak.de finden Interessierte weitere Details.

Überall hören und verstehen
Mit der Binauralen VoiceStream Technologie wird eine Stimme nicht nur bei Wind, sondern generell aus einer geräuschvollen Umgebung hervorgehoben. Das bedeutet für den Hörgeräte-Träger ein deutlicheres Signal, weniger Störgeräusche und besseres Verstehen in den Hörsituationen des Alltags.

Akustische Signale vom Mikrofon direkt ins Hörgerät
Nicht nur Wind, sondern auch große Distanzen machen das Verstehen oft schwierig. Für weiter entfernte Stimmen in einem lauten Umfeld hat beispielsweise Phonak mit RemoteMic ein Spezialmikrofon entwickelt. Dieses kann einfach an die Kleidung des Sprechers angeklipst werden. Mittels eines kleinen Zusatzgeräts (ComPilot) ermöglicht das System gutes Verstehen, da es eine Stimme aus einer Distanz von bis zu 20 Metern direkt an das Hörgerät überträgt. Informationen gibt es unter www.phonak.de im Internet.

Letzte Änderung am Samstag, 29 Dezember 2012 09:26
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.