Spiel mit dem Risiko

Diabetes wird aus mangelndem Wissen oft auf die leichte Schulter genommen

djd diabetes behandeln de Image Source kw 7-13

Wer gern Süßes isst, muss nicht zwangsläufig zum Diabetiker werden. Foto: djd/diabetes-behandeln.de/Image Source


(djd/pt). Nach Schätzungen von Experten haben rund zehn Millionen Deutsche Diabetes. Während etwa sieben Millionen behandelt werden, wissen die übrigen drei Millionen bislang nichts von ihrer Krankheit. Dies ist bedenklich, denn über längere Zeit erhöhte Blutzuckerspiegel können zu gesundheitlichen Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nieren- und Nervenschädigungen oder Fußgeschwüren führen. Doch viele Menschen verharmlosen diese Gefahren oder achten nicht auf erste Anzeichen. Dabei verursacht die Stoffwechselkrankheit nach Angaben der Deutschen Diabetes Hilfe jährlich mehr Todesfälle als Brustkrebs und Aids zusammen.


Aufklärung tut not
Häufig wird angenommen, dass nur übergewichtige Menschen an Typ-2-Diabetes erkranken. Zwar ist das Risiko für Übergewichtige doppelt so hoch, doch gibt es weitere Risikofaktoren - wie die genetische Veranlagung und ein höheres Lebensalter. Auch die Annahme, dass ausschließlich ein hoher Zuckerkonsum zu Diabetes führt, stimmt nur bedingt, denn nicht nur Zucker, sondern auch Fett spielt eine Rolle. Diabetiker müssen jedoch nicht auf spezielle Lebensmittel zurückgreifen. Auch für sie gelten die gängigen Regeln einer gesunden Ernährung: wenig Fett in Form gesättigter Fettsäuren und Transfette, Zucker und Salz in Maßen, stattdessen Getreideprodukte, Gemüse und Früchte. Mehr Infos gibt's unter www.diabetes-behandeln.de nachzulesen.

Unterzucker vermeiden
Die Angst, dass Typ-2-Diabetiker von Anfang an Insulin spritzen müssen, ist unbegründet. Dies wird meist erst im späteren Stadium notwendig, wenn die Bauchspeicheldrüse kaum noch Insulin produziert. Nach Beginn der Erkrankung ermöglichen moderne Medikamente in Tablettenform lange Zeit eine verträgliche Behandlung mit einem geringeren Risiko für Unterzuckerungen, weiß Prof. Dr. Stephan Jacob: "Die sogenannten DPP-4-Hemmer oder Inkretinverstärker, wie zum Beispiel Sitagliptin, regulieren die Insulinausschüttung abhängig vom jeweiligen Blutzuckerspiegel", erklärt der Diabetologe aus Villingen-Schwenningen. Nur wenn dieser - etwa durch Nahrungsaufnahme - steige, erhöhen sie die Insulinfreisetzung.

Auf den Typ kommt es an
Es gibt zwei Formen des Diabetes mellitus: Typ-1-Diabetes kommt nur bei etwa fünf bis zehn Prozent der Diabetiker vor. Oft zeigt sich die Autoimmunerkrankung bereits in der Jugend. Typ-1-Diabetiker spritzen täglich Insulin. Rund 85 bis 95 Prozent der erwachsenen Diabetiker sind an Typ-2-Diabetes erkrankt. Hier wird nicht genügend Insulin produziert und die Zellen sind weniger empfindlich für die Insulinwirkung. Wenn Bewegung und Ernährungsumstellung nicht mehr ausreichen, wird häufig eine medikamentöse Therapie nötig. Details unter gibt es unter www.diabetes-behandeln.de zu erfahren.

Letzte Änderung am Montag, 18 Februar 2013 18:33
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.