Ein neues Online-Portal informiert über Diabetes-Folgeerkrankungen

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Bauchbetontes Übergewicht ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für den Diabetes. Foto: djd/Wörwag Pharma/fotolia.com/rolffimages


(mpt-12/383). Diabetes hat Folgen, die weitreichend sein und viele Organe, wie Augen, Nieren und Herz, in Mitleidenschaft ziehen können. Leider wissen viele Diabetiker nicht ausreichend über die gefährlichen Folgeerkrankungen ihrer Stoffwechsel-Entgleisung Bescheid. Die neue Online-Plattform www.milgamma.de will jetzt zu mehr Aufklärung beitragen.


Wenn Diabetes krank macht
Diabetiker tragen ein hohes Risiko für Folgeerkrankungen. Diese können das Herz-Kreislauf-System betreffen oder etwa das Nervensystem. Mehr als 30 Prozent der Typ-2-Diabetiker leiden als Folge ihrer Grunderkrankung an einer Störung der Nervenfunktion, die als diabetische Neuropathie bezeichnet wird.
Diese Nervenstörungen, die sich meist zuerst an den Füßen bemerkbar machen, sind ein Schwerpunkt des neuen Online-Portals. Die Störungen äußern sich häufig durch Kribbeln, Brennen, durch Schmerzen oder Taubheit in den Extremitäten. Für die Betroffenen bedeuten diese von ihnen oft nicht ernst genommenen Symptome meist, dass ihr Diabetes bereits Gefäße und Nerven beeinträchtigt. Rechtzeitiges Handeln ist wichtig, um das Voranschreiten der Folgeerkrankung zu stoppen und daraus resultierende Komplikationen wie einen diabetischen Fuß zu verhindern.
Ein "Empfindungs-Check" auf (http://www.milgamma.de) kann erste Hinweise darauf geben, ob sich diese Folgeerkrankung entwickelt hat. Der Test ersetzt nicht den Gang zum Arzt, ist aber ein erster Schritt beim Aufspüren der Ursachen des irritierenden Kribbelns.

Diabetes-Folgeerkrankungen: Wissen ist die beste Vorsorge
Auf der neuen Diabetiker-Plattform gibt es außerdem Informationsmaterial wie kostenfreie Broschüren und Ratgeber - zum Beispiel zum Thema "Fußpflege für Diabetiker". Ein kostenloser "Diabetiker-Pass" schafft Übersichtlichkeit rund um den Krankheitsverlauf und anstehende Untersuchungen. Für den besseren Überblick sorgt außerdem das ebenfalls kostenlose "Neuropathie-Protokoll": Es unterstützt die Erkrankten dabei, die Therapieerfolge bei der diabetischen Neuropathie nachzuvollziehen. Das Portal vermittelt zudem Hilfe via Telefon durch eine Diabetes-Fachärztin. Die Expertin beantwortet kostenfrei und anonym Fragen zu Diabetes und seinen Folgeerkrankungen.
Nicht zuletzt finden Betroffene auf dem Portal Informationen über die Behandlung der diabetischen Neuropathie mit dem vitaminähnlichen Wirkstoff Benfotiamin.

Hohe Dunkelziffer
Das Thema "diabetische Folgeerkrankungen" wird immer wichtiger. Deutschland zählt zu den europäischen Ländern mit der größten Diabetes-Häufigkeit. Mindestens vier Millionen Menschen sind erkrankt. Zudem gibt es eine hohe Dunkelziffer, da viele Betroffene nichts von ihrem Leiden ahnen.
Diese Zahl wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch weiter ansteigen und könnte sich nach Meinung von Experten bis 2030 sogar verdoppeln. Entsprechend werden die Folgeerkrankungen des Diabetes stark zunehmen, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.

Der Diabetes mellitus ist ein Sammelbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen. Ihr gemeinsames Merkmal ist immer eine Überzuckerung des Blutes, eine sogenannte Hyperglykämie.
Die wichtigsten Ursachen des häufigen Typ-2-Diabetes sind Fehlernährung, bauchbetontes Übergewicht und Bewegungsmangel. Dieser ungesunde Lebensstil fördert die sogenannte Insulinresistenz. Das heißt, der Körper reagiert nur mehr unzureichend auf die körpereigene Insulinausschüttung. Die Betroffenen merken davon meist vorerst nichts, da diese Resistenz keine Beschwerden verursacht. Das führt dazu, dass die damit verbundenen Gefahren und das Risiko für Folgeerkrankungen oft unterschätzt werden.

Letzte Änderung am Samstag, 16 März 2013 12:46
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