Verspannungen lösen

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Foto: Koehring/akz-o

 

(akz-o). Es ist das Volksleiden Nummer eins: Jeden zweiten Deutschen plagen regelmäßig Rückenschmerzen. Wir verraten, was schuld ist am Kreuz mit dem Kreuz und wie Sie Beschwerden wieder in den Griff bekommen.


Zunächst einmal muss der Arzt die Ursache für die Rückenschmerzen finden. Die Diagnose erfolgt durch das Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung, seltener auch durch bildgebende Verfahren wie Kernspintomografie. Die gute Nachricht: Körperliche Erkrankungen wie ein Bandscheibenvorfall oder Entzündungen sind nur selten der Grund für „Rücken“. Bei rund 90 Prozent der Fälle sind Fehlhaltungen, Verspannungen, Überlastung oder auch falsche oder zu wenig Bewegung die Wurzel allen Übels. Ein solcher „Rückenschnupfen“ legt sich meist nach wenigen Tagen oder Wochen wieder – wenn man aktiv gegen ihn vorgeht.


Verspannungen lösen
Wer Schmerzen ignoriert, riskiert, dass sie chronisch, also zur Dauerqual werden. Bei starken Beschwerden helfen deshalb zunächst gut verträgliche Schmerzmittel, die sowohl die Schmerzen lindern als auch muskuläre Verspannungen lösen und somit die Beweglichkeit wiederherstellen (z. B. Flupirtin retard). Denn: Bewegung ist jetzt das A und O! Machen Sie z. B. leichte Gymnastik oder einen Spaziergang. Schonhaltung oder Bettruhe schwächen die Rückenmuskulatur und verschlimmern so die Beschwerden. Bei starken Verspannungen hilft zudem eine Wärmebehandlung mit einem Wärmepflaster oder -kissen. Auch ein heißes Bad tut gut. Wärme fördert die Durchblutung und entspannt die Muskulatur, was den Schmerz lindert. Tipp: Damit Sie bei Rückenschmerzen optimal auf das Gespräch mit dem Arzt vorbereitet sind, ist es wichtig, dass Sie Ihre Beschwerden so genau wie möglich beschreiben können: Seit wann bestehen die Schmerzen und wo treten sie auf? Ist der Schmerz spitz oder dumpf? Punktgenau oder diffus flächig? Für solche Fragen hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) den Praxisfragebogen MyoTect entwickelt. Mithilfe des Fragebogens können Ärzte sehr schnell muskuläre Ursachen der Schmerzen identifizieren. Denn: Je präziser Sie Ihre Beschwerden beschreiben, desto zielgerichteter kann die Behandlung erfolgen.
Viele Arztpraxen arbeiten bereits mit MyoTect. Patienten erhalten den Fragebogen schon bei der Anmeldung und können die Fragen schnell im Wartezimmer beantworten.


Richtig vorbeugen
Um Rückenschmerzen vorzubeugen, ist Bewegung das Zauberwort. Sportliche Höchstleistungen sind aber nicht nötig, um schmerzfrei zu bleiben. Schon ein- bis zweimal Sport pro Woche oder fünf Minuten Rückengymnastik täglich reichen. Wer viel sitzt, sollte immer wieder die Haltung wechseln und z. B. beim Telefonieren aufstehen. Ein rückenfreundlicher Stuhl hat eine flexible Lehne: Beim Zurücklehnen werden die Bandscheiben entlastet, beim Vorbeugen die Wirbelgelenke.

Letzte Änderung am Samstag, 20 April 2013 18:52
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