Schmerzspitzen effektiv lindern

 

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 Foto: Teva/akz-o

 

(akz-o). Nicht immer gehen Krebserkrankungen mit Schmerzen einher. Wenn doch, können diese in der Regel mit Medikamenten gelindert werden. Manche Patienten leiden jedoch unter Schmerzspitzen, bei denen die bisherige Schmerztherapie unzureichend ist. Um auch in diesen Fällen betroffenen Patienten ein weitgehend schmerzfreies Leben zu ermöglichen, gibt es heutzutage Schmerzmittel, die eine unzureichende Basistherapie sinnvoll ergänzen.

Meist erhalten Krebspatienten gegen Schmerzen lang wirksame Opioide. Trotzdem kann es zu plötzlich auftretenden Schmerzattacken kommen. In diesem Fall sollte zusätzlich zum normalen Schmerzmittel bei Bedarf ein Medikament gegen solche Schmerzspitzen eingenommen werden. Hierfür gibt es speziell entwickelte Applikationsformen von Opioiden. Eine Verabreichungsform von Fentanyl, welche direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen wird, sind sogenannte Fentanyl- Buccaltabletten. Der Wirkstoff gelangt hierbei besonders schnell in den Blutkreislauf und wirkt bereits ab fünf Minuten nach der Einnahme. Nach einer Stunde klingt die Wirkung ab und deckt so den zeitlichen Verlauf der Schmerzattacken in aller Regel sehr exakt ab.


Was der Seele hilft
Bei Krebs braucht nicht nur der Körper Hilfe. Auch die Seele leidet. In immer mehr Kliniken gibt es deshalb Psycho-Onkologen. Betroffene und Angehörige finden bei ihnen seelische Unterstützung. Hilfe bei der Suche nach einem Psycho-Onkologen in der Nähe bietet der Krebsinformationsdienst unter der kostenfreien Nummer: 0800/420 30 40.


Beschwerden ansprechen
Damit Tumorschmerzen optimal behandelt werden können, ist es wichtig, Beschwerden mit dem Arzt offen zu besprechen. „Je genauer Patienten ihre Symptome beschreiben, desto einfacher fällt die Diagnose von Schmerzspitzen“, weiß Prof. Dr. Frank Elsner, kommissarischer Direktor der Klinik für Palliativmedizin an der Uniklinik Aachen. Deshalb kann es hilfreich sein, ein Schmerztagebuch zu führen. Darin lässt sich etwa genau festhalten, wie lange der Schmerz anhält und welche Intensität er hat. Auch begleitende Symptome wie Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit oder Nebenwirkungen von Medikamenten können dort vermerkt werden. Wichtig: „Schmerzen weisen nicht immer auf das Stadium der Erkrankung hin“, betont der Experte. „Es gibt auch Tumore, die schon in frühen Stadien starke Schmerzen auslösen. Schmerzen bedeuten also nicht zwangsläufig, dass der Krebs schlimmer geworden ist!“ Dies mit den Patienten und Ihren Angehörigen zu besprechen und Ängste abzubauen, ist wichtiger Bestandteil jeglicher effizienter Schmerztherapie. Ganz besonders gilt das bei der Therapie von Schmerzen, die durch ein malignes Grundleiden bedingt sind.

Letzte Änderung am Montag, 03 Juni 2013 18:26
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