Achtung? Zecken!

 

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Foto: © pa • picture alliance/akz-o

 

(akz-o). Wenn sich Holzbock, Schafzecke und Co. von Frühjahr bis Herbst wieder auf die Lauer legen, heißt es für Naturliebhaber jedes Jahr aufs Neue „Achtung Zecken!“. Denn sobald das Thermometer 7 Grad Celsius anzeigt, beginnen Zecken aktiv zu werden. Bei einem besonders milden Winter bedeutet dies aber auch, dass die kleinen Blutsauger durchaus auch schon ab Januar gefährlich sein können. Im Umgang mit den lästigen Saugern gibt es eine Vielzahl gut gemeinter Ratschläge. Doch nicht alle sind nützlich, manche gar gefährlich. Die Zurich Versicherung hat vermeintliche Zecken-Weisheiten genau unter die Lupe genommen und warnt vor falschem Umgang mit den kleinen Krabbeltieren.


Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten: falsch!
Mit den gefährlichen Erregern infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen. 


Zecken fallen nur von Baumkronen: falsch!
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Zecken halten sich in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,5 Metern auf. Bei Spaziergängen sollte daher geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.


Richtige Kleidung bietet sicheren Schutz vor Zecken: falsch!
Geschlossene Schuhe und lange Hosen können beim Aufenthalt im Freien schon sehr hilfreich sein – ein absolut sicherer Schutz ist dies allerdings auch nicht. Zecken können sehr lange herumkrabbeln, bis sie eine geeignete Stelle zum Zubeißen gefunden haben.


Zecken müssen sofort entfernt werden: falsch!
Ruhe bewahren! Denn wenn Zecken zu abrupt von der Haut entfernt werden, können Teile ihres Körpers abreißen und zu Infektionen führen. 


Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen: falsch!
Öl und Klebstoff haben bei der Entfernung von Zecken nichts zu suchen. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt gefährliche Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) ins Blut ab. Die Zecke darf nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.


Eine Zeckeninfektion ist doch kein Unfall: falsch!
Entgegen vielen Annahmen kann eine Zeckenbissinfektion durchaus durch die Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert. Ratsam: Die Vertragsbedingungen des Versicherers auf Zeckenbissinfektionen prüfen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 06 Juni 2013 15:31
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