Säure verleidet das Grillvergnügen

Wie man den Magen schützen kann

 

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Sodbrennen droht, wenn in geselliger Runde der Grillschmaus mit reichlich alkoholischen Getränken hinuntergespült wird. Foto: djd/Sanofi Deutschland Frankfurt/G.Houlder

 

(djd/pt). In der warmen Jahreszeit liegt allerorts der verlockende Duft von gegrilltem Fleisch und Gemüse in der Luft. Knusprige Steaks, Würstchen und Koteletts lassen das Herz von Grillfans höherschlagen. Zusammen mit deftigen Grillsaucen, mayonnaisetriefenden Salaten und würziger Kräuterbutter landet das Grillgut auf dem Teller. In geselliger Runde wird der Schmaus mit reichlich alkoholischen Getränken hinuntergespült. Und so mancher Gast mit empfindlichem Magen bezahlt das Sommervergnügen wenige Stunden später mit Völlegefühl, Blähungen und brennenden Oberbauchschmerzen, dem sogenannten Sodbrennen. Der lodernde Schmerz brodelt hinter dem Brustbein und kann bis in den Hals oder die Kehle ausstrahlen. Ausgelöst wird die Reaktion, wenn der Schließmuskel am Mageneingang die Magensäure nicht mehr richtig zurückhalten kann und diese in die Speiseröhre gelangt. Da die Schleimhaut der Speiseröhre nicht vor dem Säureangriff geschützt ist, wird sie empfindlich gereizt - so entsteht das typische Brennen.


Sodbrennen rasch lindern
So schmerzhaft dieser Prozess auch ist, ein gelegentlicher Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre kommt hin und wieder bei fast allen Menschen vor - etwa bei Überessen, fettigen Speisen oder wenn auf den vollen Magen unverhofft Druck ausgeübt wird. In der Regel ist ein seltenes Auftreten nicht gefährlich. Dennoch sollte rechtzeitig etwas gegen die Beschwerden getan werden, da eine zu lange Reizung der Speiseröhre durch die Magensäure langfristig gesundheitliche Folgen haben kann. Für Betroffene ist die Apotheke meist die erste Anlaufstelle, dort gibt es frei verkäufliche Magensäurehemmer. Dr. Reinhild Lohmann, Apothekerin in der Ambrosius-Apotheke Ostbevern, erklärt: "Bei akutem Sodbrennen ist es wichtig, dass sich die Symptome schnell bessern und zudem eine länger anhaltende Wirksamkeit gewährleistet wird." Zur wirksamen Selbstmedikation empfiehlt sich etwa Maaloxan, das 2013 vom Bundesverband Deutscher Apotheker e.V. zum siebten Mal in Folge als Antacidum des Jahres ausgezeichnet wurde. Die spezielle Wirkstoffkombination kann die überschüssige Magensäure schnell binden und sich wie ein Schutzfilm auf die empfindliche Magenschleimhaut legen. Praktisch für unterwegs sind die Kautabletten, diese gibt es auch mit fruchtig-frischem Limonengeschmack.

Magenfreundliches Grillgut
Als Alternative zu fetttriefenden Fleischstücken bieten sich magere Teile wie Lende, Geflügelfleisch oder Fisch an. Meist braucht Fleisch kein zusätzliches Fett zum Grillen, Gemüse nur sparsam mit Pflanzenöl bestreichen. Anstelle von gehaltvollen Saucen empfehlen sich Dips aus Magerquark mit frischen Kräutern. Wer zu Sodbrennen neigt, sollte zu fettarmen Beilagen wie einem grünen Salat, Weißbrot und Grillkartoffeln greifen. Zudem ist ein Verzicht auf kohlensäurehaltige Getränke, auf Bohnenkaffee, Bier, Wein und Sekt ratsam, da diese die Magensäure locken. Hülsenfrüchte, hartgekochte Eier, Zwiebeln und sehr frisches Brot können ebenso zu einer Übersäuerung des Magens führen. Übrigens: Der beliebte Senf soll die Fettverdauung unterstützen und Gegrilltes somit bekömmlicher machen.

So wirken Antacida
Die Magensäure ist für die Verdauung unerlässlich, hat aber in der empfindlichen Speiseröhre nichts zu suchen. Antacida sind säurebindende Arzneimittel, die vor allem zur Behandlung von leichtem, gelegentlichem Sodbrennen geeignet sind. Sie entfalten ihre Wirkung lokal im Magen, wo sie mit überschüssiger Magensäure chemisch reagieren und diese neutralisieren. Direkt am Ort des Geschehens eingesetzt, tritt die Wirkung meist innerhalb weniger Minuten ein und kann je nach eingesetzten Wirkstoffen über mehrere Stunden anhalten.

Letzte Änderung am Mittwoch, 03 Juli 2013 15:02
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