Eine Herzschwäche kann jeden treffen

Experten warnen vor Herzrisiko durch Magnesiummangel

 

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Eine konsequente und vor allem rechtzeitige Therapie ist bei Herzschwäche besonders wichtig. Foto: djd/Gesellschaft für Biofaktoren/thx

 

(djd/pt). Rund 1,8 Millionen Deutsche leiden laut Angaben der Deutschen Herzstiftung an einer chronischen Herzschwäche. Viele Betroffene wissen anfangs nichts von ihrer Erkrankung, die sich gefährlich zuspitzen kann. Bei einer Herzinsuffizienz, wie das Leiden auch genannt wird, nimmt die Pumpleistung des Herzmuskels deutlich ab. Das führt dazu, dass nicht mehr ausreichend Blut und damit Sauerstoff sowie Nährstoffe zu den lebenswichtigen Organen gepumpt werden. Ist die Herzschwäche stark fortgeschritten, kann sie das Leben des Patienten bedrohen.


Herzschwäche wird oft unterschätzt
Die diesjährigen Herzwochen vom 1. bis 30. November sollen das Bewusstsein für dieses oft unterschätzte Leiden stärken. Auch die Risikofaktoren sollen im Rahmen der Aktion aufgezeigt werden. Dabei geht es nicht nur um bekannte Faktoren wie Rauchen, falsche Ernährung, Übergewicht oder Bewegungsmangel. So weist etwa die Gesellschaft für Biofaktoren (GfB) darauf hin, dass auch ein Mangel an Magnesium das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann.

Warum die Magnesiumversorgung wichtig ist
"Magnesium ist wichtig für die Reizweiterleitung zwischen Muskel- und Nervenzellen sowie für die Funktion des Herzmuskels. Bei vielen Herzerkrankungen und auch bei der Herzschwäche ist es daher wichtig, dass die Betroffenen nicht unter einem Magnesiummangel leiden", erklärt der GfB-Experte Professor Joachim Schmidt, Facharzt für Pharmakologie in Dresden. Zu niedrige Werte des Mineralstoffs könnten bereits bestehende Herzprobleme noch weiter verschlimmern. Besondere Eigenschaften hat die Verbindung von Magnesium und Orotsäure, das Magnesium-Orotat. Die vitaminähnliche Substanz Orotsäure fördere den Stoffwechsel im gefährdeten und vorgeschädigten Herzen, wirke Magnesiumverlusten entgegen und verbessere so die Anpassung des Organs an erhöhte Leistungsanforderungen, erklärt Professor Schmidt. Die positive Rolle des Magnesiums bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestätigt unter anderem eine Untersuchung an der Universität Greifswald.

Bei Herzschwäche tut Bewegung gut
Früher wurde Patienten mit einer chronischen Herzschwäche zur körperlichen Schonung und zum Verzicht auf Sport geraten. Nach neuen medizinischen Erkenntnissen stimmt das für bestimmte Herzpatienten nicht mehr: Sie sollen sich nach Rücksprache mit dem Arzt regelmäßig bewegen, um das Herz zu entlasten und die Durchblutung zu verbessern. Allerdings gilt das nur für Menschen mit einer leichten Herzschwäche. Erkrankte, die schon bei leichter Anstrengung Atemnot bekommen, sollen sich nach wie vor schonen.

Letzte Änderung am Sonntag, 01 September 2013 16:47
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