Besser jetzt aufhören

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag

djd Privatklinik Schloss Warnsdorf kw 19-12

Raucherentwöhnung auf Schloss Warnsdorf in Schleswig-Holstein: Akupunktur unterstützt den Nikotinentzug.
Foto: djd/Privatklinik Schloß Warnsdorf


(dtd). Wer jemals geraucht hat, weiß, wie schwer es fällt, damit aufzuhören. Ist der Griff zum Glimmstängel doch stark mit Alltagsritualen verbunden: Nach dem Essen, zur Tasse Kaffee oder zum Feierabendbier gehört für Raucher der Nikotingenuss unverzichtbar dazu. Dabei weiß heute jeder, dass Rauchen ungesund ist. Die Fakten belegen es eindeutig: Insgesamt 5,1 Prozent aller Sterbefälle im Jahr 2009 sind laut Statistischem Bundesamt auf eine für Raucher symptomatische Krebserkrankung zurückzuführen. In Zahlen ausgedrückt, starben allein 2009 in Deutschland mehr als 42.000 Menschen an Lungen- und Bronchialkrebs. Dieser Krebs ist damit derjenige, der am häufigsten zum Tode führt.

Für viele Raucher stellt der Weltnichtrauchertag am 31. Mai darum einen Denkanstoß dar, um über einen Rauchstopp nachzudenken. Wer schon einmal aufgehört hat, selbst wenn es nur vorübergehend war, weiß aus eigener Erfahrung: Bereits kurz nach der letzten Zigarette stellen sich spürbare Erfolge ein und der Körper beginnt, sich zu erholen. Das Atmen fällt leichter, das Treppensteigen und jede Art von sportlicher Betätigung. Auch das Essen schmeckt besser, und um das Wichtigste nicht zu vergessen: Das Krebsrisiko sinkt mit jeder nicht gerauchten Zigarette.
Um sich von eingespielten Ritualen wie dem Griff zur Zigarette zu lösen, kann es sinnvoll sein, die gewohnte Umgebung und den Alltagsstress für eine Weile hinter sich zu lassen. "Alte Gewohnheiten springen wie automatisch aus der Gedächtnisschublade und machen die Umsetzung guter Vorsätze so schwer", weiß Dr. med. Volker Wittje, leitender Arzt in der Privatklinik Schloss Warnsdorf. "Eingespielte Verhaltensmuster zu ändern, gelingt fernab vom Alltag sehr viel leichter und besser. Wer neue Verhaltensweisen in entspannter Atmosphäre einübt, schafft optimale Voraussetzungen, um diese anschließend in den Alltag zu übernehmen", so der Mediziner weiter. In Schloss Warnsdorf in Schleswig-Holstein beispielsweise, Norddeutschlands ältester Fastenklinik, hat man sich auch auf die Behandlung entzugswilliger Raucher spezialisiert. "Fasten ist nicht Hungern, sondern ein freiwilliger Rückzug aus dem krank machenden Überflussleben und eine Zäsur, die das Ablegen alter Gewohnheiten erleichtert", erläutert Dr. Volker Wittje. "Deshalb bietet sich eine Fastenkur an, um endlich mit dem Rauchen aufzuhören." Unterstützend zu der zweiwöchigen Kur werden Akupunktur, psychotherapeutische Gespräche und Sport angeboten. Ein weiterer Pluspunkt: Bei einer Kombination mit Heilfasten bleibt die bei der Raucherentwöhnung gefürchtete Gewichtszunahme aus.

Für den Abschied von der Zigarette ist es nie zu spät
Für den Abschied von der Zigarette ist es nie zu spät - der Start in ein rauchfreies Leben lohnt sich in jedem Alter und auch für langjährige Raucher. Das betont die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). In Zahlen heißt das: Raucher, die mit 30 aufhören zu rauchen, erreichen fast die Lebenserwartung von Nichtrauchern. Wer mit 40 stoppt, gewinnt im Vergleich zu denen, die weiter rauchen, neun Jahre an Lebenszeit. Und wer mit 60 auf den Zigarettenkonsum verzichtet, verlängert sein Leben um durchschnittlich drei Jahre. Das Ausstiegsprogramm der BZgA empfiehlt keinen abrupten Ausstieg, sondern das vorbereitete Absetzen in einem Schritt, dabei spricht man von der so genannten Schlusspunktmethode . Das bedeutet, dass man diesen Tag gut vorbereitet und sich vor allem überlegt, welche Alternativen es für die bisherigen Rauchsituationen gibt.

Viele Raucher, die an Entwöhnungsprogrammen teilnehmen, empfinden eine schrittweise Reduktion allerdings eher erschwerend als erleichternd. Durch einen strengen Reduktionsplan steigt die Wichtigkeit der einzelnen Zigarette stark an; die wenigen verbleibenden Zigaretten bekommen plötzlich eine große Bedeutung. Gar nicht mehr zu rauchen, fällt deshalb leichter als kontrolliertes Rauchen. Neueste Studien zeigen, dass schon das Rauchen von nur etwa drei bis fünf Zigaretten pro Tag das Herzinfarktrisiko bei Frauen mehr als verdoppelt und auch nicht-inhalierendes Rauchen (Paffen) ein bedeutendes Gesundheitsrisiko darstellt. Weil das Rauchverhalten oft durch das Bedürfnis nach Nikotin gesteuert wird, passen Raucher die Inhalationstiefe und -stärke diesem Bedürfnis an, um die erwünschte Nikotindosis aufzunehmen: Sie ziehen stärker an der Zigarette und inhalieren tiefer. Die Reduktion bei den täglich gerauchten Zigaretten geht also nicht mit einer reduzierten Schadstoffaufnahme einher.

Bei einem schlagartigen Verzicht auf das Rauchen können Nikotinersatzpräparate die körperlichen Entzugssymptome abmildern und so Rauchende mit starker körperlicher Abhängigkeit und hohem Konsum in der ersten Zeit nach einem Rauchstopp unterstützen. Denn Entzugserscheinungen wie Nervosität, Herzklopfen, Unruhe und Schlafstörungen gehören für viele in den ersten Tagen nach der letzten Zigarette dazu. Ab einer Dosis von zehn gerauchten Zigaretten am Tag empfehlen Ärzte den Nikotinersatz als wichtiges Hilfsmittel - am besten über mehrere Wochen. Direkt nach dem Rauchstopp können Nikotinpflaster, Kaugummis oder Lutschtabletten helfen, Entzugssymptome zu mildern und einem Rückfall vorzubeugen. Dabei wird ein dauerhafter, aber niedriger Nikotinspiegel gesichert - ohne die fast 4.000 Giftstoffe, die beim Rauchen einer Zigarette dazukommen. Diese Präparate machen, im Gegensatz zu den Zigaretten, auch nicht süchtig, denn dafür braucht es das für die Zigarette typische schnelle Ansteigen der Nikotinkonzentration im Körper. Die Kombination aus Nikotinersatz und verhaltenstherapeutischen Nichtraucherkursen erzielte in Studien die besten Erfolge für dauerhaften Rauchstopp. Je nach Studie sind mit dieser Methode nach einem Jahr noch 20 bis mehr als 30 Prozent der Teilnehmer rauchfrei.
Eine Verhaltensänderung können Nikotinersatzpräparate allerdings nicht ersetzen, diese muss jeder Raucher selbst herbeiführen. Der gefürchteten Gewichtszunahme kann im übrigen vorgebeugt werden, indem man die Ernährung auf weniger Fett und Zucker umstellt, mindestens zwei Liter kalorienfreie oder -arme Getränke zu sich nimmt und indem man sich bewegt. Unter www.rauchfrei-info.de stellt die BZgA ein kostenloses Rauchfrei-Ausstiegsprogramm zur Verfügung. Das Beratungstelefon ist unter der kostenpflichtigen Nummer 01805-313131 (Montag bis Donnerstag von zehn bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag von zehn bis 18 Uhr erreichbar (14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent pro Minute).

Darum fällt das Aufhören so schwer
Aufhören mit dem Rauchen würden viele gern - doch der Schritt dahin fällt schwer. Grund ist die Wirkungsweise von Nikotin. Es wird durch das Verglimmen des Tabaks freigesetzt, bindet sich an kleine Teerteilchen im Zigarettenrauch und wandert so in die Lunge des Körpers. Dort tritt es in die Blutbahn über - und binnen weniger Sekunden ist es auch schon im Gehirn. Dort stimuliert Nikotin die Freisetzung von Dopamin, einem Botenstoff, der Lust, Freude, Begeisterung und Glücksempfinden auslöst. Außerdem wird zusätzlich Noradrenalin freigesetzt. Dieser Botenstoff macht wach, aufmerksam und leistungsbereit. Allerdings baut der Körper Nikotin recht schnell wieder ab. Die Wirkung lässt rasch nach, und wie bei jeder Droge gewöhnt sich der Körper nach einiger Zeit daran. Die Dosis muss erhöht werden, um die Wirkung wieder zu spüren.
Ist die Abhängigkeit erst einmal da, wird man sie nur schwer wieder los. Das liegt auch daran, dass der Körper nicht nur das Nikotin selbst mit den Glücksgefühlen verbindet, sondern auch die Situationen und Gefühlszustände, in denen normalerweise geraucht wird. Tritt eine solche Situation wieder ein - etwa die Kaffeepause am Nachmittag - wird das Verlangen nach der Zigarette sehr stark. Viele Raucherentwöhnungsprogramme basieren deshalb unter anderem darauf, solche "Reizsituationen" zu vermeiden oder aufzulösen. Der Körper soll die jeweilige Situation vom Rauchen entkoppeln. Das ist nicht einfach und dauert eine Weile. Doch es ist einer der wichtigsten Schritte, um langfristig rauchfrei zu bleiben.

Macht Rauchen dumm?
Dass Zigaretten der Gesundheit schaden, bestreiten selbst hartgesottene Raucher selten. Sie müssen aber nicht nur Krebs, Lungen- und Herz-Kreislauf-Krankheiten fürchten. Laut einer britischen Langzeitstudie zieht der Tabakkonsum auch das Gehirn in Mitleidenschaft. Rauchenden Männer drohen demenzähnliche Symptome schon ab einem Alter von etwa 45 Jahren, berichten Forscher vom University College in London .
Sie verfolgten mehr als 5.000 Männer und 2.100 Frauen über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren. In dieser Zeit wurden sie mehrfach nach ihrem Zigarettenkonsum befragt und mussten eine Reihe von Tests zu ihren geistigen Fähigkeiten absolvieren. Dabei kam heraus, dass rauchende Männer bei sämtlichen Tests schlechter abschnitten als Nichtraucher. Die Studie zeige, dass "Rauchen schlecht fürs Gehirn ist", kommentierte der Neurologe Marc Gordon. Bei Frauen stellten die Wissenschaftler nicht den gleichen Effekt fest. Die Gründe dafür sind noch unklar. Die Forscher vermuten jedoch, dass die durchschnittlich höhere Zahl der täglich konsumierten Zigaretten bei Männern im Vergleich zu Frauen eine Rolle spielen könnte.
Diese Ergebnisse passen zu früheren Studien. 2004 etwa hatten Wissenschaftler mehr als 9.000 Männer und Frauen im Alter von mindestens 65 Jahren nach ihren Rauchgewohnheiten befragt. Anschließend maßen sie knapp zweieinhalb Jahre lang mit Fragebögen und einfachen Intelligenztests immer wieder die geistige Leistungsfähigkeit ihrer Probanden. Das Ergebnis war eindeutig: Während unter den Nichtrauchern die Leistungsfähigkeit lediglich um 0,03 Punkte pro Jahr sank, nahm sie bei den Rauchern mit 0,16 Punkten pro Jahr mehr als fünfmal so schnell ab.
Nach Ansicht der Wissenschaftler stecken wahrscheinlich mehrere Mechanismen hinter der Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit. So verursache Tabakkonsum nicht nur die bekannten Risikofaktoren Arteriosklerose und Bluthochdruck, sondern führe auch zu kleinen, lokal begrenzten Durchblutungsstörungen im Gehirn. Obwohl diese meist keine schwerwiegenden Folgen hätten, könnten sie Störungen im komplexen Denkprozess hervorrufen, vermuten die Forscher.

Umstrittene E-Zigaretten
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium darf nicht weiter in der bisherigen Form vor dem Verkauf nikotinhaltiger E-Zigaretten warnen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster in einer einstweiligen Anordnung nach der Klage eines Herstellers. Die nikotinhaltigen Flüssigkeiten, die in der elektrischen Zigarette verdampfen und inhaliert werden, seien kein Arzneimittel, heißt es in dem Gerichtsbeschluss, die E-Zigarette habe keinen therapeutischen Zweck. Folglich ist es dem Land Nordrhein-Westfalen untersagt, vor dem Verkauf zu warnen mit der Begründung, der Vertrieb ohne arzneimittelrechtliche Zulassung sei illegal (Az.: 13 B 127/12).
Bei der E-Zigarette wird kein Tabak verbrannt und kein Teer aufgenommen. Dennoch warnen viele Experten im Zusammenhang mit den Flüssigkeiten (Liquids), die es mit oder ohne den Suchtstoff Nikotin gibt, etwa vor schädlichen Auswirkungen für die Atemwege. Tatsächlich besteht bei der rechtlichen Bewertung der boomenden E-Zigarette große Unsicherheit und Uneinheitlichkeit. In einigen Bundesländern sind nikotinhaltige Liquids verboten, in anderen nicht.
Erfunden wurde die elektronische Zigarette schon vor gut zehn Jahren in China. In Europa ist sie erst Mitte dieses Jahrzehnts aufgetaucht, ihre Popularität nimmt seitdem stetig zu. Bisher wurden jedoch weder die potentiellen Gesundheitsfolgen hinreichend erforscht noch ein wissenschaftlicher Beweis geliefert, dass sich E-Zigaretten besser zur Rauchentwöhnung eignen als etwa Nikotinpflaster oder -kaugummis. Im direkten Vergleich könnten E-Zigaretten tatsächlich weniger Schaden anrichten als normale Zigaretten. Mit ihnen nimmt der Konsument nur das reine Nikotin auf, ohne die krebserregenden Stoffe einzuatmen, die beim Verbrennen von Tabak entstehen. Gleichwohl ist Nikotin ein Nervengift, das bei einer Überdosis zu schweren Schäden führen kann und natürlich abhängig macht. Gesund ist das Dampfen in keinem Fall. Zudem unterliegen die Hersteller von E-Zigaretten keinerlei verbindlichen Qualitätskontrollen. In einer aktuellen Studie wurden erhebliche Mängel bei der Verarbeitung und Beschriftung von Produkten sechs unterschiedlicher Marken aufgezeigt.

Viele Wege führen zum Aufhören
Um vom blauen Dunst loszukommen, werden viele verschiedene Therapien und Hilfsmittel angeboten. Hier ein Überblick:

- Rezeptpflichtige Medikamente: Vom Arzt verschriebene rezeptpflichtige Medikamente beeinflussen das Suchtverhalten direkt. Sie kommen meist dann zum Einsatz, wenn andere Maßnahmen erfolglos geblieben sind. Die entsprechenden Präparate können teilweise schwerwiegende Nebenwirkungen auslösen.
- Akupunktur: Bei der Raucherentwöhnung kommt vor allem die Ohrakupunktur zur Anwendung. Durch die Stimulation gewisser Punkte sollen Entzugssymptome gemindert und die Suchtintensität gesenkt werden. In bestimmten Fällen werden Dauernadeln gesetzt und mit Heftpflaster fixiert.
- Audio-CD/-MP3: Die Raucherentwöhnung mittels Audio-CD oder -MP3 basiert auf Suggestion. Das Unterbewusstsein soll gestärkt werden.
- Bioresonanztherapie: Über Elektroden wird ein schwacher, gepulster Gleichstrom durch den Körper geleitet. Giftstoffe wie etwa Nikotin sollen dadurch entfernt werden. Dies soll dazu führen, dass der Körper Nikotin ablehnt, das Bedürfnis nach einer Zigarette soll so verschwinden. Auch Entzugssymptome sollen gemildert werden.
- Coaching: Darunter versteht man die Begleitung und Unterstützung zur Erreichung persönlicher oder beruflicher Ziele durch einen externen Coach (Lehrer). Die Selbstreflexion soll gefördert und so das Wissen über eigene Kompetenzen und Handlungsmuster erhöht werden.
- Hypnose: Hierbei soll der Klient in einen Zustand entspannter Wachsamkeit versetzt werden, in dem das Unterbewusstsein besser ansprechbar ist. Ziel ist nicht, dass der Patient mit dem Rauchen aufhört, sondern dass er nicht wieder damit beginnt.
- Mesotherapie: Dabei werden bestimmte Wirkstoffe mit einer feinen, speziell geschliffenen Nadel an bestimmten Akupunkturpunkten in die Haut appliziert. Diese Mikroinjektionen sollen zu einer augenblicklich einsetzenden Nikotin-Aversion führen. Die verwendeten Wirkstoffe werden auf jeden Patienten individuell abgestimmt.
- Nikotinersatztherapie: Nikotinersatzpräparate eignen sich zur Behandlung der Tabakabhängigkeit, um das Verlangen nach Nikotin und die Entzugserscheinungen zu lindern. Dazu soll täglich eine ausreichende Dosierung angewendet werden. Beim Kaugummi liegt diese üblicherweise bei acht bis zwölf Stück, maximal 24 Stück. Die empfohlene Behandlungsdauer beträgt drei Monate. Danach sollte die Dosis täglich gesenkt werden. Werden etwa nur mehr ein bis zwei Kaugummis pro Tag benötigt, ist die Behandlung zu beenden.
- Seminar: Das Angebot an Nichtraucherseminaren ist vielfältig. Meistens dauern sie einige Stunden. Die Teilnehmer sollen aufgeklärt, überzeugt und dazu motiviert werden, mit dem Rauchen aufzuhören. Der Verzicht soll alleine durch Erkenntnisgewinn erreicht werden.
- Softlaser: Bei der Softlasertherapie handelt es sich um eine schmerzfreie Stimulation von (Akupunktur-)Punkten am Ohr mit Laser. Dadurch sollen typische Entzugserscheinungen wie Aggressivität, Unruhe, Schwitzen, Schlafstörungen, Gereiztheit reduziert und das Verlangen nach einer Zigarette stark vermindert werden.
- Verhaltenstherapie: Diese Methode soll zu einer Veränderung unerwünschter, die Lebensqualität beeinträchtigender Verhaltensweisen führen. Zunächst wird auf die Ursachen der Nikotinsucht eingegangen. Der Klient soll zur Einsicht gelangen, dass das Suchtverhalten sinnlos und schädlich ist, und den Umgang mit Situationen erlernen, in denen der Wunsch nach einer Zigarette besonders stark ist. Zur Belohnung für abstinentes Verhalten werden Strategien entwickelt. Die Therapie kann einzeln oder in der Gruppe erfolgen. Gruppensitzungen können den Vorteil haben, dass sich die Klienten gegenseitig motivieren.
- Rauchertelefon: Untersuchungen zeigen, dass sich die Erfolgschancen erhöhen, wenn man eine Raucherberatung in Anspruch nimmt.
Die beste Methode: der freie Wille: Der Wille zum Aufhören sollte sehr ausgeprägt und die Entscheidung keinesfalls durch äußeren Zwang zustande gekommen sein. Wenn einen der Mut zu verlassen droht, ist es vorteilhaft, sich seine Motive immer wieder vor Augen zu führen. Ebenfalls hilfreich ist es, sich einen Termin für die letzte Zigarette zu setzen. Damit das Aufhören leichter fällt, ist es ratsam, sämtliche Zigaretten und Aschenbecher wegzuräumen sowie die Familienmitglieder, Freunde und Kollegen einzuweihen. Je weniger in der Umgebung geraucht wird, desto besser.

Letzte Änderung am Mittwoch, 16 Mai 2012 09:38
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