Wunde Brustwarzen

akz wunde brustwarzen kw 10-12

Foto: akz-o

 

(akz-o).  „Ich habe einen 2 Tage alten Sohn und fange also mit dem Stillen an.“, schreibt eine Forenbesucherin auf einem großen Elternportal. „Es ist der Horror!!! Alle 2 Stunden an die Brust und ich schaffe es gerade mal unter Tränen 10 min pro Seite, weil es so extrem schmerzhaft ist.“

Eine Leidensgenossin schreibt: „das Stillen schmerzt einfach wahnsinnig, weil die Brustwarzen voll offen sind und teilweise bluten. Ich bin echt am Verzweifeln …“
Diese Frauen sind nicht allein mit ihrem Schmerz beim Stillbeginn. 96 % aller stillenden Frauen klagen zu Beginn der Stillzeit über leicht bis stark schmerzende Brustwarzen, verrät die Nationale Stillkommission. Übereinstimmend zeigen Studien der letzten Jahre, dass Stillprobleme innerhalb der ersten 14 Tage ein wesentlicher Grund für die hohe Stillabbruchrate in diesem Zeitraum sind. Wunde Brustwarzen werden dabei an erster Stelle genannt.
Stillen ist eine wunderbare Erfahrung, nichts ist geeigneter, um die Bindung zwischen Mutter und Kind zu bestärken und zu festigen. Aber Stillen will gelernt sein! Jede Mutter sollte sich dazu unbedingt von einer Stillberaterin oder Hebamme beraten lassen.
Über die möglichen anfänglichen Schmerzen und Schwierigkeiten beim Anlegen des Kindes spricht vor dem Stillbeginn kaum jemand. Verständlich, niemand möchte den Stillwunsch schon vorab im Keim ersticken. So werden die dann auftretenden Schmerzen in den ersten Tagen von Müttern als unerwartet beschrieben und verängstigen. Viele Frauen sagen dann, dass sie wohl doch nicht weiter stillen können. Aber was geht eigentlich in den Frauen vor, die Schmerzen beim Stillen empfinden? Stillschmerzen in den ersten Tagen nach der Geburt können die so wichtige Mutter-Kind-Bindung stark belasten. Die Mutter gerät in einen kräftezehrenden Konflikt.
Sie hat den Wunsch, ihrem Baby „das Beste“ zu geben, es anzulegen und zu stillen, aber der Schmerz signalisiert ihr deutlich, das Stillen zu vermeiden. Sie bekommt Angst vor dem Stillen, versucht es möglichst kurzzuhalten. Das Baby übernimmt diese Angst- und Stressgefühle. Das Stillen wird zum Kampf. Viele Frauen verlieren diesen Kampf und dies ist umso bedauerlicher, da eine Mutter, die ungewollt abstillt, auch noch das Gefühl verarbeiten muss, versagt zu haben, ihrem Kind nicht „das Beste“ gegeben zu haben. Nach 14 Tagen, das zeigen mehrere Untersuchungen, verbessert sich das Stillempfinden auch unabhängig von der Gabe pflegender und schmerzlindernder Mittel. Das ist eine lange Zeit.
Es geht aber nicht nur um die frühen Stillabbrüche, sondern auch um die Mütter, die die Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Dabei ist das nicht nötig. Das Stillen sollte gar nicht und wenn, dann nur sehr kurze Zeit leichte Schmerzen verursachen. In den Elternforen scheint es, als ob die Tatsache, dass Stillen anfänglich weh tut, in Kauf genommen werden muss. Diese von stillenden Müttern geäußerte Meinung findet man an vorderster Stelle und zwar vor jeglicher Behandlungsidee zu wunden Brustwarzen. Bei keinem anderen Schmerz, außer vermutlich dem Wehenschmerz, werden ähnliche Durchhalteparolen gepredigt wie beim Stillschmerz. Nur, dass dieser sich über Wochen ziehen kann, nicht nur über Stunden. Anscheinend wird der kritische Zeitraum – die ersten 14 Tage – von vielen als überschaubar eingestuft.
Eine Studie hat sich nun genau diesem kritischen Zeitraum gewidmet und zwei übliche Therapieempfehlungen bei wunden Brustwarzen miteinander verglichen: zum einen ausgestrichene Muttermilch und zum anderen LANSINOH HPA Lanolin. Vom ersten Kontrolltag an waren die Ergebnisse für die HPA-Lanolingruppe signifikant besser. Bereits am 3. Tag nach Studienbeginn hatten 65 % der mit HPA Lanolin behandelten Frauen weniger Schmerzen als zu Beginn der Studie. Die Heilung der verletzten Brustwarze erfolgte in der HPA-Lanolingruppe zügiger und mit geringer ausgeprägten Hautschäden.
Die Studie hebt die Bedeutung professioneller Stillberatung und stillfreundlicher Krankenhäuser hervor. Vor allem liefert sie jedoch einen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass schon die einfache Therapie schmerzender und wunder Brustwarzen mit HPA Lanolin der Mutter echte Hilfe gibt.

Letzte Änderung am Dienstag, 13 März 2012 17:45
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