Die Tücken des Altbaus

So lässt sich die Bestandsimmobilie auf Vordermann bringen

Vor dem Beginn einer Modernisierung sollte man die Bausubstanz mit Hilfe eines unabhängigen Fachmanns einer genauen Inspektion unterziehen. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

(djd/pt). Nicht nur ein Neubau ist ein Abenteuer - auch die Modernisierung eines alten Hauses kann sich als aufregend erweisen. Denn wie es um die Bausubstanz steht und wo sich Mängel oder Schäden verbergen können, ist für den Laien kaum zu erkennen. Ludger Weidemüller, Bauherrenberater bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB), rät daher dazu, vor einer Modernisierung eine Substanzbewertung durch einen Fachmann vornehmen zu lassen und darauf aufbauend ein Maßnahmenpaket zu entwickeln.


Zehn Schritte zum modernen Wohnen
Ein Modernisierungsratgeber, der unter www.bsb-ev.de gegen eine Schutzgebühr von drei Euro plus Versandkosten bestellt werden kann, zeigt in zehn Schritten, worauf Altbaubesitzer achten müssen. So sind beispielsweise auch bei Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen analog zum Neubau Genehmigungen der Baubehörden einzuholen. Bei größeren Modernisierungen greifen zudem die Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV) und fordern die Einhaltung bestimmter Standards bei der Energieeffizienz des Hauses. "Wird das Gebäude neu gedämmt, empfiehlt sich in vielen Fällen auch eine Verbesserung des Schallschutzes", rät Ludger Weidemüller.

Finanzierung klären, Förderungen nutzen
Wer im Haus neue Durchbrüche schaffen oder Wände versetzen will, muss auf die Statik achten - tragende Wände sind oft nicht auf Anhieb zu erkennen. Bei einer Sanierung der Innenräume rät Ludger Weidemüller auch zur Planung von barrierefreiem Komfort. Im Rahmen der fälligen Maßnahmen sind sie oft mit geringem Mehraufwand zu erledigen, während eine spätere "Nachrüstung" erheblich teurer werden kann. Vor Beginn der Arbeiten sollte unbedingt die Frage der Finanzierung geklärt sein, die der Hausbesitzer in der Regel nicht vollständig aus vorhandenen Eigenmitteln bestreiten kann. Auch KfW-Fördermittel sollten bei der Planung berücksichtigt werden. Wer die Kosten durch Eigenleistungen senken will, darf seine Fähigkeiten nicht überschätzen, denn nicht sachgerechte Arbeiten können zu Folgeschäden führen, deren Beseitigung ein Mehrfaches der Einsparungen kostet.

Modernisierung ist Werterhalt
Altbaumodernisierungen verbessern nicht nur die Energieeffizienz des Hauses und seine Wohnqualität, sie sind auch unerlässlich für den Werterhalt. Unerkannte Feuchteschäden etwa können die Gebäudesubstanz ernsthaft schädigen und teure Sanierungen nötig machen. Ludger Weidemüller vom Bauherren-Schutzbund e. V. rät Hausbesitzern daher, rechtzeitig Rücklagen zu bilden, die sie bei Bedarf jederzeit als "Krankenversicherung fürs Haus" nutzen und "anzapfen" können. Unter www.bsb-ev.de gibt es mehr Informationen.

Letzte Änderung am Freitag, 09 März 2012 11:00
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