Die Gesamtbilanz zählt

Bewährte Materialien wie etwa Styropor werden seit über 60 Jahren am Bau eingesetzt. Langlebigkeit und Nachhaltigkeit sollten gerade bei der energetischen Sanierung im Mittelpunkt stehen. Bewährte Materialien wie etwa Styropor werden seit über 60 Jahren am Bau eingesetzt. Langlebigkeit und Nachhaltigkeit sollten gerade bei der energetischen Sanierung im Mittelpunkt stehen. Foto: djd/IVH Industrieverband Hartschaum e. V.

Bei der energetischen Sanierung sollte man auf Nachhaltigkeit achten

 

(djd). Auch wenn es zunächst wie ein Widerspruch klingen mag, mit Dämmstoffen aus Erdöl können Hausbewohner nicht nur Heizöl oder Gas sparen, sondern auch nachhaltig das Klima schützen. "Dämmmaterialien aus Hartschaum bestehen zum größten Teil aus Luft. Die benötigte Menge an Öl ist gering", berichtet Martin Schmidt vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Die daraus hergestellten Wärmedämmverbundsysteme können bei fachgerechter Ausführung über viele Jahrzehnte genutzt werden.

Positive Ökobilanz

Zu den Klassikern am Bau zählt expandierter Polystyrol-Hartschaum, besser bekannt unter dem Markennamen Styropor. Zu 98 Prozent besteht es aus Luft und zu zwei Prozent aus Erdöl. Seit mehr als 60 Jahren wird das leichte und langlebige Material für verschiedene Zwecke am und im Gebäude eingesetzt. "Auch für den Bereich der Wärmedämmung kann man aufgrund umfassender Praxiserfahrungen heute eine Lebensdauer von mehr als einem halben Jahrhundert erwarten", sagt Dr. Hartmut Schönell, geschäftsführender Vorstand des Industrieverbands Hartschaum. "Mit dem Dämmstoff, für den ein Liter Erdöl verbraucht wird, lassen sich rechnerisch in 50 Jahren mehr als 200 Liter Heizöl einsparen." Somit weist das Material über seinen gesamten Lebenszyklus eine positive Ökobilanz auf - ein Nachweis, der nicht für jeden Dämmstoff erbracht werden kann.

Vielfältiger Nutzen

Sowohl im Neubau als auch bei der Altbaumodernisierung leistet das bewährte Material weiter wertvolle Dienste - nicht nur beim Energiesparen, sondern auch zur Verbesserung des Raumklimas. Dabei ist es vielfältig einsetzbar: für die Außenwand ebenso wie für Steil- und Flachdach, für Fußböden und Decken oder auch bei Innendämmung oder Perimeterdämmung. Unter www.styropor.de gibt es ausführliche Informationen. Empfehlenswerte Materialien sind im Übrigen auch am Qualitätssiegel der Bundesfachabteilung Qualitätssicherung (BFA QS EPS) zu erkennen.

Geschlossener Kreislauf

Eine Wärmedämmung, gut geplant und fachgerecht ausgeführt, kann das Haus über ein halbes Jahrhundert und länger schützen. Und selbst danach ist das für die Dämmung genutzte Styropor noch von Nutzen: Der bewährte Baustoff lässt sich vielfältig weiter- und wiederverwenden. So kann der energetische Gehalt in Müllheizkraftwerken zur Wärme- und Energieerzeugung verwendet werden. Zudem ist Styropor-Recyclinggranulat seit langem als Pflanzensubstrat und Hilfsstoff zur Bodenlockerung und Kompostierung im Einsatz. Mehr Informationen: www.styropor.de.

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Oktober 2015 17:58
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