Heizkosten richtig einschätzen

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Baujahr, Größe und Lage im Haus: Die Heizkosten einer Wohnung hängen von vielen Faktoren ab. Foto: Minol/akz-o


(akz-o). Bei steigenden Energiepreisen machen die Betriebskosten einen immer größeren Teil der Gesamtmiete aus. Wer umzieht, sollte sich deshalb vor Unterzeichnung des Mietvertrages fundiert über die „zweite Miete“ informieren. Die Betriebskosten einer Wohnung setzen sich aus zwei Teilen zusammen. Die „kalten“ Betriebskosten für Aufzug, Hauswart, Müllabfuhr usw. bleiben relativ konstant und lassen sich einfach beim Vermieter erfragen. Die „warmen“ Betriebskosten für Heizung und Warmwasser werden nach individuellem Verbrauch abgerechnet, so wie es die Heizkostenverordnung vorsieht. Ein erster Schritt zur Einschätzung der Wärmekosten ist der Energieausweis. Er bewertet das Haus anhand einer Skala von Grün (gut) bis Rot (schlecht). Seit 2009 müssen Eigentümer und Verwalter jedem Miet- und Kaufinteressenten einen solchen Ausweis vorlegen. „Der Energieausweis hilft Mietinteressenten, den energetischen Zustand des Gebäudes einzuordnen und die Werte verschiedener Gebäude zu vergleichen. Die tatsächlichen Heizkosten einer Wohnung lassen sich daraus aber nicht ableiten“, sagt Frank Peters von Minol. Das Unternehmen ist auf Abrechnungen und Energiedienstleistungen spezialisiert.

Um diese Lücke zu schließen, hat Minol rund 1,4 Millionen Heizkostenabrechnungen statistisch ausgewertet und einen neuen Service entwickelt: die Online-Heizkostenprognose. Wer unter www.heizkostenprognose.de das Baujahr des Gebäudes, die Größe der Wohnung und deren Lage im Haus eingibt, bekommt als Ergebnis die mittleren zu erwartenden Heizkosten der Wohnung. Den größten Einfluss auf die Heizkosten hat das Alter des Gebäudes. Doch auch die Lage der Wohnung im Haus macht viel aus: Dachgeschosswohnungen brauchen bei Weitem die meiste Energie. „Die Wärmekosten für zwei gleich große Wohnungen können jährlich um bis zu 1.000 Euro voneinander abweichen, je nachdem wie alt das Gebäude ist und ob die Wohnung in einem mittleren Geschoss oder im Dachgeschoss liegt“, haben Peters und seine Kollegen herausgefunden. Die Heizkostenprognose von Minol berücksichtigt all diese Faktoren und beruht auf aktuellen Energiepreisen, das macht sie besonders treffsicher. Auch für Vermieter ist die Prognose hilfreich. Sie rät ihnen, wie hoch sie die monatliche Vorauszahlung bei Erstvermietung ansetzen sollten. Hier ist ein Sicherheitszuschlag für steigende Energiekosten enthalten, damit die Bewohner möglichst nichts nachzahlen müssen.

Letzte Änderung am Samstag, 01 Dezember 2012 13:19
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