Beim ersten Bauchgrimmen handeln

Durchfall bei Kindern kann gefährlich sein

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Da Kinder geringere Flüssigkeitsreserven haben als ausgewachsene Menschen, verkraftet ihr Körper den extremen Verlust oft weniger gut. Foto: djd/G. Pohl-Boskamp


(djd/pt). Ziehen und Drücken im Bauch Durchfall-Erkrankungen sind weit verbreitet und können nicht selten alle Mitglieder einer Familie treffen. Für Erwachsene eher lästig, können starke Durchfälle für Säuglinge und Kleinkinder jedoch gefährliche Ausmaße annehmen. Denn durch die flüssigen Stuhlgänge, häufig verbunden mit starkem Erbrechen, verliert der kleine Körper viel Wasser und lebensnotwendige Mineralstoffe, sogenannte Elektrolyte. Da Kinder geringere Flüssigkeitsreserven haben als ausgewachsene Menschen, verkraftet ihr Körper den extremen Verlust oft weniger gut - es kann zu einem Austrocknen des Organismus kommen. Schlimmstenfalls müssen die Betroffenen in einem Krankenhaus behandelt werden. Hier werden dem Körper in Form von Infusionen wieder Nährstoffe und Flüssigkeit zugeführt.


Laktobazillen unterstützen den Darm
Wenn der Durchfall bei Kindern länger als sechs Stunden anhält, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Da die kleinen Patienten oft sehr unter der Erkrankung leiden und sich schlapp fühlen, empfiehlt es sich, schon beim ersten Bauchgrimmen zu handeln. Der Berliner Gastroenterologe PD Dr. med. Harald Matthes, Ärztlicher Leiter Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, rät: "Die Behandlung akuter Diarrhöen mit Laktobazillen wirkt sich hoch signifikant verkürzend und abmildernd auf den Krankheitsverlauf aus. Lacteol eignet sich für alle Typen der akuten infektiösen Diarrhö und kann auch bei immunreduzierten Patienten, Säuglingen und kleinen Kindern als First-Line-Therapie eingesetzt werden."

Hygiene ist wichtig
Die enthaltenen Lactobazillen kleiden die Schleimhaut im Darm mit einem schützenden Biofilm aus. Krankheitserreger haben dadurch keine Chance mehr, sich an die Schleimhaut anzuheften und die Darmflora zu schwächen. Das Präparat ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und lindert gegen Durchfall - egal, ob er von Viren oder Bakterien verursacht ist. Um das Risiko von Durchfall-Erkrankungen zu verringern ist es sinnvoll, sich häufiger die Hände zu waschen - vor allem dann, wenn Kontakt mit Haustieren bestand. Die niedlichen Kameraden sind leider oft auch Überträger von Bakterien. Auch die hygienische Verwahrung und Verarbeitung von Lebensmitteln kann etwa einer Salmonellen-Infektion vorbeugen. Fleisch und Geflügel stets gekühlt lagern und gut kochen, Hackfleisch oder Lebensmittel mit rohem Ei immer direkt verarbeiten. Im Ausland ist es ratsam, Obst und Gemüse zu schälen.

Durchfall bei Kindern kann viele Ursachen haben
Krabbelkinder stecken vieles in den Mund. Die in den Organismus gelangten Keime werden über die Verdauung wieder ausgeschieden. Lebensmittel wie etwa Trockenobst oder Getränke mit Fruchtzucker oder Zuckeraustausch-Stoffen können abführend wirken. Hat ein Kind häufiger Durchfall ohne Erbrechen, kann eine Lebensmittelunverträglichkeit dahinterstecken. Manchen Menschen können Milchzucker nicht verdauen (Laktose-Unverträglichkeit), andere vertragen kein Gluten (Zöliakie). Besonders sensible Kinder können unter einem Reizdarmproblem leiden.

Letzte Änderung am Sonntag, 20 Januar 2013 17:40
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