Die Energiewende fängt zuhause an

Viele Hausbesitzer verschenken Sparpotenziale im eigenen Heizungskeller

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Sanierungsstau: Rund 75 Prozent der deutschen Heizungsanlagen gelten als veraltet. Durch einen Austausch könnte wohlige Wärme weit billiger erzeugt werden. Foto: djd/VdZ


(djd/pt). Um 80 Prozent soll der Energiebedarf von Gebäuden bis 2050 sinken - so will es das aktuelle Energiekonzept der Bundesregierung. Ob die Politik die Energiewende schaffen kann, darüber sind die Verbraucher allerdings geteilter Meinung. Im "VdZ-Modernisierungsbarometer für Hausbesitzer 2013", für das TNS Emnid über 1.000 Hausbesitzer befragte, trauten immerhin 49 Prozent der Politik die Energiewende eher nicht oder sogar auf keinen Fall zu. Was viele Hauseigentümer übersehen: In ihren eigenen Heizungskellern befindet sich das größte Potenzial für Energieeinsparungen. Denn rund 75 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland dürften ineffizient sein.


Sanierungsquote im Heizungskeller noch gering
Der veralteten Heizungstechnik steht nach Angaben der VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. eine Sanierungsquote von gerade mal drei Prozent pro Jahr gegenüber. Der Grund für diesen niedrigen Wert: Dem Modernisierungsbarometer zufolge sehen 92 Prozent der Hausbesitzer keinen Anlass zu Sanierungsarbeiten an der Heizanlage, solange diese noch funktioniert. Dabei tragen Verbesserungen an der Technik nicht nur zum Gelingen der Energiewende bei, sondern sparen bares Geld. Mehr Infos dazu und eine Suche nach Fachbetrieben gibt es unter www.intelligent-heizen.info. Würden die Installateure auf einen Schlag alle 25 Millionen veralteten und ungeregelte Heizungspumpen in Wohngebäuden durch hoch effiziente Umwälzpumpen ersetzen, könnten allein durch diese Einsparungen vier Kohlekraftwerke oder ein Kernkraftwerk vom Netz gehen.

Sparpotenziale bis zu 40 Prozent
Durch einfache Maßnahmen wie den Hydraulischen Abgleich, den Ersatz alter Heizungspumpen und moderner Thermostatventile in den Räumen könnten bis zu 15 Prozent Energie eingespart werden. Bei bis zu 40 Prozent liegen die Einsparpotenziale, wenn zusätzlich ein neuer Kessel eingebaut wird. An wen sich Hausbesitzer für eine Beratung am liebsten wenden, wurde im Modernisierungsbarometer ebenfalls deutlich: 84 Prozent der Befragten sehen diese Kompetenz beim Heizungs-Fachbetrieb.

Heizung modernisieren
 Die "VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik" wollte im Rahmen der Umfrage für das Modernisierungsbarometer wissen, was Hausbesitzer konkret an Maßnahmen planen. Auf Platz eins bei der Heizungsmodernisierung lag mit 48 Prozent der Einbau von Öl- oder Gas-Brennwerttechnik, knapp gefolgt von einer Solarthermie-Anlage, die 47 Prozent auf dem Zettel haben. 34 Prozent können sich für eine Wärmepumpe erwärmen, 33 Prozent für eine Hybridheizung etwa mit einer Kombination aus Kaminofen und einer anderen Heiztechnik. Mehrfachnennungen waren möglich.

Letzte Änderung am Mittwoch, 27 März 2013 09:50
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