Ernstfall Insolvenz

Wie Bauherren ihre Ansprüche bestmöglich absichern

djd Bauherren Schutzbund kw 15-12

Haufige Bauunterbrechungen können ein Alarmzeichen für die drohende Insolvenz eines Bauunternehmens sein. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund


(djd/pt). Der Bau oder der Kauf einer eigenen Immobilie ist für die meisten Menschen die größte Anschaffung ihres Lebens. Durchschnittlich 250.000 bis 300.000 Euro investieren etwa private Bauherren in ihr Eigenheim und setzen dafür Eigenkapital zwischen 25.000 und 50.000 Euro ein. Eine eigene Immobilie soll nicht zuletzt Sicherheit geben - doch der Weg dahin ist nicht ohne Gefahren. Insolvenzen von Bauunternehmen und Handwerkern etwa sind keine Seltenheit, sondern betrafen nach Angaben der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e. V. allein im Zeitraum zwischen 2005 und 2010 zwischen 14 und 16 Prozent der Bauherren während der Bauzeit oder der Gewährleistungsfrist.


Vorsorgen ist besser als streiten
Bei Insolvenzen drohen den Bauherren hohe finanzielle Verluste bis hin zur Vernichtung des wichtigen Eigenkapitals. Die Finanzierung ist dann gefährdet, und in vielen Fällen sind Baumängel mit hohen Mängelbeseitigungskosten die Folge. Hundertprozentigen Schutz gegen eine Insolvenz gibt es nicht, doch hilflos sind Bauherren ebenfalls nicht. Ein Firmencheck per Wirtschaftsauskunft hilft, "Wackelkandidaten" zu identifizieren. Eine strenge Zahlung nach tatsächlichem Baufortschritt und Fertigstellungsbürgschaften helfen vermeiden, dass Geld für nicht erbrachte Leistungen auf Nimmerwiedersehen verschwindet.

Alarmzeichen nicht auf die leichte Schulter nehmen
Reagieren sollte man auf Alarmzeichen: Das können wiederholte Bauverzögerungen und -unterbrechungen sein oder die Tatsache, dass Subunternehmen ihre Arbeit einstellen. Werden Baumängel nicht oder nur zögerlich beseitigt und versucht die Firma, Vorauszahlungen zu bekommen, ist ebenfalls Vorsicht angezeigt. Wenn Bauleiter oder Unternehmen nicht mehr erreichbar sind, herrscht "Alarmstufe Rot".
Keinesfalls sollten dann mehr Zahlungen an das betroffene Unternehmen fließen. Statt auf mündliche Versprechungen einzugehen, empfiehlt sich jetzt unabhängige Beratung und die Einschaltung eines Rechtsbeistands, der die eigenen Ansprüche sichert und vertritt. Mehr Infos gibt es unter www.bsb-ev.de im Internet nachzulesen.

Bauunternehmen pleite - das kann für Bauherren teuer werden
Firmeninsolvenzen können einem Bauherrn teuer zu stehen kommen. Nach Erhebungen des Bauherren-Schutzbund e. V., Mitglied im Verbraucherzentrale Bundesverband, betrug der finanzielle Schaden für Betroffene im Durchschnitt zwischen 20.000 und 25.000 Euro - ohne Gutachter- und Rechtsverfolgungskosten. Entstanden sind die finanziellen Schäden vor allem durch Überzahlung und durch Baumängel, die das ausführende Unternehmen nicht mehr behoben hat (Infos: www.bsb-ev.de).

Letzte Änderung am Mittwoch, 18 April 2012 10:07
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