Zierwert, Nährwert, Herbstfärbung im eigenen Garten

Gesunde Heidelbeeren mit Geschmack in Blau und Pink

 

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Der Geschmacksfavorit unter den Aromasorten: Die Blueroma® Heidelbeere. Foto: Lubera

 

(Lubera). Vergessen Sie die Kulturheidelbeeren aus dem Supermarkt, denn sie haben mit dem, was im Garten wachsen kann, nichts zu tun. „Bei den Heidelbeeren ist es so wie bei vielen anderen Obstarten auch: die Zucht kümmert sich seit vielen Jahren fast ausschließlich um den Markt des Erwerbsanbaus und vergisst den Hobbygärtner und seine Bedürfnisse", konstatiert der Schweizer Markus Kobelt, der sich mit seiner Baumschule Lubera auf Beerenobst spezialisiert hat. Dabei sind Heidelbeeren in den letzten zehn Jahren zu einem Renner unter den Beerengehölzen für den privaten Garten geworden, und für diesen privaten Markt züchtet und selektioniert Kobelt. Dank seines zweiten Produktionsstandortes im ammerländischen Bad Zwischenahn hat er jetzt endlich den richtigen moorigen Boden, um sich der Heidelbeerzucht und der Heidelbeerforschung noch intensiver zu widmen.

Die bisherigen Ergebnisse können sich schmecken, aber auch sehen lassen. Durch Züchtung und Selektion sind bei Lubera Heidelbeersorten entstanden, die mit den Beeren in der Kühltheke der Obstabteilung im Handel unvergleichlich sind. Nicht nur, dass es jetzt mit der Pinkbeere® eine völlig neue Farbe im Heidelbeersortiment gibt. Die halbimmergrüne Pflanze behält im Winter einen Teil ihrer Blätter, blüht im Frühjahr hellrosa, im Sommer erscheinen die zunächst hellgrünen, dann pinkfarbenen Früchte, die mit einer festen, angenehmen Textur süß schmecken. Damit nicht genug: der aufrechte Strauch kann ausgewachsen - nach sieben bis zehn Jahren - gut 150 Zentimeter hoch werden, verfärbt sich goldgelb-orange im Herbst und im Winter dunkelrot. Eine Pflanze, die so viel Gutes mit sich bringt, darf auch Ansprüche stellen. Wie alle Heidelbeeren verlangt auch sie das Moorbeet und einen Standort im Halbschatten. Da sie als Halbimmergrüne nicht kahl überwintert, braucht sie an frostfreien Tagen Wasser - denn die Blätter verdunsten - und im Winter einen Sonnen- bzw. Verdunstungsschutz durch ein Vlies.

Vielleicht noch spektakulärer kommt die Heidelbeere Blautropf® daher. Im Frühjahr treibt sie rot aus: „Der Blautropf ist ein Rotschopf", schwärmt Kobelt. Doch auch ihre Blüte ist sensationell: hellrote Glockenblüten, die ein bisschen an die Fuchsie erinnern, erscheinen vom Frühjahr bis in den späten Sommer immer wieder. Das heißt, die Ernte zieht sich von Mitte August bis weit in den Herbst. Die blauen Früchte sind länglich, tropfenförmig, fünf bis acht Millimeter lang und erscheinen oft parallel zu den roten Blüten, was die Pflanze auch im Zierwert sehr ungewöhnlich macht. Der Strauch bleibt kompakt bis ca. 50 Zentimeter Höhe, liefert einen hohen Ertrag, mit süß-säuerlichen, erfrischenden Beeren, und eignet sich neben dem Moorbeet auch gut für die Topfkultur auf Balkon und Terrasse.

Sehr gesunde Früchtchen

Wem es um den Geschmack von Heidelbeeren geht, der hat keine Angst vor blauen Zähnen. In den Kulturheidelbeeren, die übrigens mit den in Europa heimischen Heidel- oder Blaubeeren nichts zu tun haben, sondern „Amerikaner" sind, sitzen die färbenden Anthocyane nur in der Schale der kugeligen Früchte, das Fruchtfleisch ist weiß. Der Geschmack und die gesundheitliche Bedeutung, d.h. ihre antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften, liegen jedoch in den Anthocyanen und dem Phenolgehalt der Beeren begründet. Heidelbeeren gehören amerikanischen Studien zufolge zu den Früchten mit der höchsten stressmindernden Wirkung; der Genuss von Heidelbeeren soll sogar das Krebsrisiko reduzieren und ihre absorbierende Wirkung soll zudem das Immunsystem des Menschen stabilisieren sowie Herzkreislauferkrankungen und dem Schlaganfall vorbeugen. Umso mehr verwundert es, dass der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen an frischen Heidelbeeren bei etwa nur 100 Gramm im Jahr liegt, der der Amerikaner bei über 500 Gramm pro Jahr.

Variation in Reifezeit, Geschmack und Ertrag

Die unterschiedlichen Sorten unterscheiden sich nach Reifezeiten, Beerengröße, Süße und Ertrag. Die Früheste ist im Juli die Waldheidelbeere Sylvana, mit kleinen, sehr süßen, durch und durch blauen Beeren und regelmäßigem Ertrag. Ihr folgt die immergrüne Sunshine Blue und der Geschmacksfavorit unter den Aromasorten: Blueroma®. Ihre Reifezeit beginnt im August, die dunkelblauen Früchte sind für Blaubeerenverhältnisse riesig und schmecken mit intensivstem Heidelbeeraroma. Diese beste Heidelbeerqualität wächst im Hausgarten sehr anpassungsfähig an verschiedenen Standorten und liefert hohe Erträge. Die Blueroma gibt es übrigens wie die sehr spät blühende Blue Dessert® im Lubera-Sortiment nicht nur im fünf-Liter, sondern auch im 14-Liter Topf. Das ganze Heidelbeersortiment von Pink bis Tiefblau mit ausführlichen Sortenbeschreibungen und Fotos lässt sich über www.lubera.com/heidelbeeren einfach auswählen und bestellen.

Pflanzen lassen sich die Heidelbeeren im Container fast ganzjährig. Saurer Boden ist Bedingung! Kobelt empfiehlt drei bis fünf Pflanzen pro Quadratmeter. Eine ausführliche Pflanzanleitung für das Moorbeet gibt es als praktisches Video unter www.gartenvideo.com/moorbeet, auf der gleichen Website gibt es auch Filme zum Schnitt der Heidelbeere und Neues aus der Züchtung bei Lubera.

Letzte Änderung am Samstag, 11 Mai 2013 12:30
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