Fördermittel für die energetische Sanierung

So kann man mit Zuschüssen die Heizung modernisieren

 

djd IWO   Institut fuer Waerme und Oeltechnik e V  kw 20-13

KfW-Programme, Marktanreizprogramm und zahlreiche andere Förderungen: Wer sein Haus energetisch sanieren will, kann verschiedene Zuschüsse beantragen. Unterstützung bietet beispielsweise der Fördermittel-Service auf www.oelheizung.info. Foto: djd/IWO - Institut für Wärme und Oeltechnik e.V.

 

(djd/pt). Je nach Zustand und Alter eines Hauses können die Energiekosten durch eine energetische Sanierung zum Teil deutlich gesenkt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Heizungstechnik. Wer etwa auf ein modernes Öl-Brennwertgerät setzt und zusätzlich Solarthermie einbindet, kann bis zu 40 Prozent Energie sparen.


KfW-Zuschüsse wurden erhöht
Um den Anreiz für solche Modernisierungen zu erhöhen, hat die Bundesregierung die KfW-Zuschüsse rückwirkend zum 20. Dezember 2012 erhöht. Einzelne Sanierungsmaßnahmen wie die Heizungserneuerung werden im KfW-Programm 430 nun mit zehn (vorher 7,5) Prozent der Investitionskosten bezuschusst. Die Obergrenze der Förderung liegt bei 5.000 Euro. Ein neues Öl-Brennwertgerät kostet beispielsweise inklusive Installation im Schnitt etwa 9.000 Euro. Modernisierer können nun 900 Euro Fördermittel statt wie bisher 675 einplanen.

Vom Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wiederum profitiert vor allem, wer bei der Heizungsmodernisierung die Solarthermie einbindet. Der Staat beteiligt sich mit 90 Euro pro angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens jedoch mit 1.500 Euro. Wird gleichzeitig der alte Ölkessel durch ein Öl-Brennwertgerät ersetzt, winkt zusätzlich ein "Kesseltauschbonus" von 500 Euro.

Diese Zuschussprogramme von KfW und BAFA sind nicht kombinierbar. Eine Ausnahme bildet das neue KfW-Programm 167 "Energieeffizient sanieren - Ergänzungskredit", das seit dem 1. März 2013 angeboten wird. Damit können bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten abzüglich des MAP-Zuschusses finanziert werden.

Im Vorfeld gut informieren
Welches Programm die beste Unterstützung bietet, hängt vom konkreten Sanierungsvorhaben ab. Daher sollten vor Modernisierungsbeginn die Förderrichtlinien genau geprüft werden. Beim Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) etwa lässt sich der Fördermittel-Service unter www.oelheizung.info/foerdermittel nutzen. Er ermittelt aus rund 4.000 Programmen die optimale Förderung und liefert für die reibungslose Beantragung der Gelder unterschriftsfertige Anträge.

Üppige Heizölprämie
Die bis Ende 2013 laufende bundesweite Aktion "Deutschland macht Plus" des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) ist mit allen staatlichen Förderprogrammen kombinierbar. Bei der Aktion gibt es für die Installation einer neuen Öl-Brennwertheizung mit Solaranlage eine Heizölprämie von 500 Litern. Legt man einen Heizölpreis von 90 Cent pro Liter zugrunde, entspricht das einem Gegenwert von 450 Euro. Alle Details sowie der Heizöl-Gutschein zum Download sind auf der Aktions-Website www.deutschland-macht-plus.de zu finden.

Letzte Änderung am Freitag, 24 Mai 2013 13:10
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