Gut geplant ist halb gewonnen

Beim barrierefreien Umbau sollte man auf fachliche Beratung nicht verzichten

 

djd Bauherren Schutzbund kw 33-13

Eine Modernisierung mit barrierefreien Umbauten ist immer eine kleine "Großbaustelle". Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

 

(djd/pt). Die Beseitigung von Barrieren im Eigenheim wird in immer mehr Haushalten zum Thema. Denn die meisten Menschen möchten ihre angestammte Umgebung nicht verlassen, auch wenn körperliche Einschränkungen auftreten sollten. Was bei der Planung einer barrierefreien Wohnraum-Umgestaltung zu berücksichtigen ist, erläutert Architektin Renate Schulz, Bauherrenberaterin bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). "Was ist das Ziel der Arbeiten? Wie viel Budget steht zur Verfügung?" Diese und weitere Fragen sollten vor der Planung geklärt werden, so Schulz. Wenn akuter Bedarf etwa wegen einer Erkrankung vorliege, gelte es, zielgerichtet zu erfassen, was dringend notwendig und so schnell wie möglich umzusetzen sei.


Vorausschauend planen
Vorausschauend planen kann man dagegen, wenn ohnehin Modernisierungs- oder Renovierungsarbeiten anstehen. "Da kein Zeitdruck besteht, können umfassende Konzepte entwickelt und danach Schritt für Schritt in Stufen realisiert werden", betont Renate Schulz. Die Planung sollte eine möglichst detaillierte Kostenberechnung enthalten, damit sich der Umfang der Arbeiten gegebenenfalls im Vorfeld an das verfügbare Budget anpassen lässt. "Haben die Umbauarbeiten bereits begonnen, sind nachträgliche Kostenreduzierungen nur schwer umsetzbar", so Schulz.

Verbindliche Zeitplanung für den Umbau
Eine gute Planung ist auch die Grundlage, um bei den Handwerkern Angebote einzuholen. Diese sollten sich vor Angebotsabgabe vor Ort ein Bild machen. Da die "Umbaustelle" in der Regel bewohnt ist, spielt auch eine detaillierte und verbindliche Zeitplanung eine wichtige Rolle. Schließlich müssen verschiedene Gewerke koordiniert werden. "Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, einen unabhängigen Bauherrenberater zur Begleitung der Planung und der Bauarbeiten selbst zu beauftragen", empfiehlt Renate Schulz. Er könne die Planungsunterlagen überprüfen und die Arbeiten im Haus auf eine mängelfreie Ausführung kontrollieren. Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Infos zum Bauen und Umbauen sowie Adressen von Bauherrenberatern.

Barrierefreie Modernisierung als "Großbaustelle"
(djd). Eine umfangreiche barrierefreie Modernisierung ist immer eine "Großbaustelle". Denn fast alle Gewerke sind beteiligt - vom Installateur fürs Bad über den Maurer, der Türen verbreitet, dem Elektriker für das Versetzen von Steckdosen und Schaltern, dem Schreiner, Fliesen- und Bodenleger. Damit alle geplanten Arbeiten ins Budget passen, sollten je mehrere Angebote eingeholt werden, zudem ist die Baustellenplanung wichtig. Mehr Infos gibt es beim Bauherren-Schutzbund e.V. unter: www.bsb-ev.de.

Letzte Änderung am Donnerstag, 22 August 2013 18:59
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