Gemüse aus dem eigenen Garten

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Aktuell erfährt der klassische private Gemüsegarten eine Renaissance. Eine gesunde Ernährung und qualitativ hochwertige Speisen ohne Transportaufwand sind der Grund, warum immer mehr Menschen zurück zum eigenen Gemüsebeet kehren. Foto: BGL


(BGL). „Knackiges Gemüse selber ernten." - „Köstliche Äpfel und Birnen von selbstgepflanzten Obstbäumen pflücken." - „Die leckeren Erdbeeren für den Kuchen aus dem eigenen Garten!" - Hört sich toll an! Was für die Generation der Eltern und Großeltern noch ganz selbstverständlich war - im Garten neben Blumenrabatten auch Obst und Gemüse anzupflanzen - schien eine Zeit lang in Vergessenheit geraten zu sein. Aktuell erfährt der klassische private Gemüsegarten allerdings eine Renaissance. Eine gesunde Ernährung und qualitativ hochwertige Speisen ohne Transportaufwand sind der Grund, warum immer mehr Menschen zurück zum eigenen Gemüsebeet kehren. Der eigene Nutzgarten liefert nicht nur frisches Obst und Gemüse, sondern gesunde Vitamine gleich mit und vor allem macht er stolz! Ein Nutzbeet im eigenen Garten zeigt man auch Freunden und Nachbarn.

Hilfe!

Vor die Ernte hat die Natur den Schweiß gesetzt und vielen Neu-Gemüsegarten-Besitzern, die ihren Ziergarten umgestalten möchten, stellen sich eine Menge offener Fragen: „Geht das überhaupt, ist der Garten nicht viel zu klein, zu schattig, zu sonnig, zu schmal, der Hang zu steil, der Boden zu sandig? Was und wie viel pflanzt man an, welche Obstbäume sind pflegeleicht, welche Gemüsesorten vertragen sich?" Fragen über Fragen. Ganz gleich, ob man nur nebenbei etwas Gemüse zur Minimalversorgung ziehen möchte oder die ganze Familie mit Frischem aus dem Selbstversorgergarten ernähren will, für alle Fragen hat der Landschaftsgärtner die richtigen Antworten und Ideen. Der Experte für Garten und Landschaft unterstützt bei der Planung, Ausführung und Umsetzung. Denn, Voraussetzung für eine erfolgreiche Ernte ist eine umfassende Planung im Miteinander von Zier- und Nutzgarten. Zuallererst ist es wichtig, zu wissen, wie viel Zeit man mit und im (Gemüse-)Garten verbringen möchte oder auch kann und wie viel Gemüse und Obst im Haushalt verbraucht wird. Die neue Gartenanlage kann so dem Lebensstil der jeweiligen Besitzer individuell angepasst werden. Wer im Sommer „nur" ein paar Beeren naschen möchte oder Kräuter für den Frühstücksquark benötigt, dem genügen vielleicht schon ein paar Töpfe mit Erdbeerpflanzen oder eine Kräuterspirale in der Nähe der Terrasse. Wer aber regelmäßig frischen Salat, knackige Möhren und Co. aus dem eigenen Garten genießen will, der wird anders kalkulieren und planen. Je größer das Grundstück, desto größer kann auch der Anteil des Nutzgartens sein, Obstbäume und sogar ein Gewächshaus inbegriffen. Landschaftsgärtner raten, bei der Anlage auf die Breite der Beete zu achten. Um noch bequem arbeiten zu können, ist eine Beetbreite von einem Meter ideal. Zwischen den Beeten angelegte Wege sind nicht nur der Optik wegen wichtig, sie dienen auch der Sicherheit. Als Belag sind unterschiedlichste Materialien möglich. Natursteine sind ideal, da sie auch bei Regen problemlos begehbar sind. Holzbelag oder Rindenmulch auf den Wegen können dagegen bei nassem Wetter rutschig werden.

Klassisch

Rustikal und sehr üppig wird es in einem Bauerngarten. Diese klassische und schon sehr alte Gartenform findet man häufig in ländlichen Regionen, doch auch immer mehr Städter entdecken die ursprüngliche Schönheit dieser Gestaltungsvariante. Typisch für einen Bauerngarten ist das knospende und sprießende Neben- und Miteinander von Nutz- und Zierpflanzen. Regionale Unterschiede geben dieser Gartenform ihr besonderes Erscheinungsbild. Immer wiederkehrende Merkmale sind dabei Holzzaun, Buchsbaumhecken, Wegkreuze, Kräuterspiralen und Rosen(-bögen), aber auch Hortensien und Lavendel, die in trauter Nachbarschaft zu den Nutzpflanzen unermüdlich blühen. Auch Obstbäume dürfen in einem Bauerngarten nicht fehlen. Sie umrahmen das Grundstück oder stehen an zentraler Position mitten im Garten.

An der Wand lang

Wer wenig Gartenfläche hat und dennoch nicht auf Obstbäume verzichten möchte, für den sind Spalierobst- oder die schlanken Säulenobstbäume ideal. Spalierobst hat den großen Vorteil, dass es platzsparend und direkt am Haus kultivierbar ist. Informationen zur fachgerechten Pflanzung und dem idealen Befestigungs- und Bewässerungssystem gibt der Landschaftsgärtner. Er steht mit seinem Wissen und Erfahrungsschatz zur Verfügung und übernimmt bei Bedarf auch die Anlage und Pflanzung. Da bleibt nur noch die Entscheidung, welche Obstart und -sorte es denn sein darf: Birnen, Äpfel, Aprikosen, Mirabellen, ... die Auswahl ist riesig.

Höhergelegt

Auch Besitzer von kleinen Grundstücksflächen müssen auf erntefrisches Gemüse nicht verzichten, hier bieten sich beispielsweise Hochbeete an. Die zum Teil in mehreren Etagen angelegten Beete geben einem Garten ein ganz neues, charmantes Gesicht. Die kastenförmigen oder rechteckigen Beete können mit unterschiedlichen Materialien wie naturbelassenem Holz oder (Natur-)Steinen eingefasst werden und fügen sich so harmonisch vor allem in naturnahe Gartenanlagen ein. Die höhergelegten Beete lassen sich leichter bearbeiten und sind daher ideal für ältere Menschen. Man muss sich nicht mehr bücken und kann rückenschonend arbeiten. Gleiches gilt für einen behindertengerechten Garten, zum Beispiel für Rollstuhlfahrer.

Noch bleibt genügend Zeit für eine ausführliche Beratung und fachgerechte Umgestaltung des „alten" Gartens in einen Obstgarten oder einen Nasch-, Küchen- oder Kräutergarten. Was immer der Gartenbesitzer begehrt, sei es gemeinsam mit dem Landschaftsgärtner die Ärmel hoch zu krempeln, zu planen und zu ackern oder den Landschaftsgärtner arbeiten zu lassen und später im Jahr selber „nur" die Früchte zu ernten - Beides ist möglich.

Letzte Änderung am Freitag, 18 Mai 2012 09:17
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