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Weltflüchtlingstag: EU-Kommissarinnen fordern mehr legale Wege nach Europa

(LOZ). Anlässlich des Weltflüchtlingstags haben die EU-Kommissarin für Internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, und EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström heute in einer gemeinsamen Erklärung auf die dramatische Situation von mehr als 51 Millionen Flüchtlingen weltweit aufmerksam gemacht. Für Schutz suchende Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, fordern sie mehr humanitäre Visa. 

"Alle vier Sekunden muss irgendwo auf der Welt ein Mensch seine Heimat wegen eines Konflikts oder einer Naturkatastrophe verlassen. Die heute von den Vereinten Nationen veröffentlichten Zahlen sind dramatisch: Mehr als 51 Millionen Menschen waren Ende 2013 zwangsweise auf der Flucht. Das sind fast so viele Menschen wie die Bevölkerung von fünf EU-Staaten zusammen: die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn, Österreich und Rumänien. Was wir nicht quantifizieren können ist ihr Leid, die zerbrochenen Familien, zerstörte Kindheiten und Lebensgrundlagen, die mit der Flucht einhergehen. Die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder", erklärten beide Kommissarinnen.

Georgieva und Malmström verwiesen auch auf die Unterstützung der EU für Flüchtlinge: "Die humanitäre Hilfe der EU hilft Flüchtlingen in 33 Ländern. Die Entwicklungshilfe der EU unterstützt Flüchtlinge in ihren Gastländern, um sich selbstständig zu machen. Das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem ist eine historische Errungenschaft, das gemeinsame hohe Standards und engere Zusammenarbeit festlegt, um sicherzustellen, dass Asylsuchende in gleicher Weise in einem offenen und fairen System behandelt werden."

Zum Umgang mit Flüchtlingen, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, erklärten Georgieva und Malmström: "Die Öffnung von legalen Wegen für Menschen, die Schutz in der EU suchen, vor allem für die Verletzlichsten, sollte eine Priorität sein, insbesondere durch eine erhöhte Verpflichtung zur Umsiedlung und dem Einsatz von humanitären Visa."

Letzte Änderung am Freitag, 20 Juni 2014 17:21