EU-Kommissar Borg: Ebola-Risiko in Europa äußerst gering

(LOZ). In Europa ist die Gefahr einer Ansteckung mit dem Ebola-Virus nach Einschätzung der Europäischen Kommission sehr klein. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation den Ebola-Ausbruch in Westafrika heute zu einem internationalen Gesundheitsnotfall ausgerufen hat, erklärte EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg in Brüssel: "Ich möchte den europäischen Bürgern versichern, dass das Ebola-Risiko im EU-Gebiet äußerst gering ist. Zum Einen ist es bei relativ wenigen Menschen, die in die EU einreisen, wahrscheinlich, dass sie mit dem Virus infiziert sind, zum Anderen liegt dies daran, wie sich der Virus verbreitet, nämlich durch direkten Kontakt mit den Körperflüssigkeiten eines Erkrankten. Und auch im unwahrscheinlichen Fall, dass Ebola die EU erreicht, sind wird darauf vorbereitet, mit dem Virus umzugehen."

Die Europäische Kommission arbeite unter anderem mit den EU-Mitgliedstaaten und der WHO beim Austausch von Informationen und der Vorbereitung auf mögliche Ebola-Fälle in der EU zusammen. Koordinierend ist der EU-Gesundheitssicherheitsausschuss zuständig. Informationen für Reisende in die betroffenen Länder würden ständig auf neuesten Stand gebracht, so Borg.

Kommissar Borg sprach den Ebola-Opfern und ihren Familien sein Beileid aus. Über 900 Menschen sind in den vergangenen acht Monaten in Guinea, Liberia und Sierra Leone gestorben. "Ich zolle den betroffenen Gemeinden meine Anerkennung und den tausenden Menschen, die an vorderster Front gegen Ebola kämpfen – darunter viele Freiwillige aus der EU", erklärte Borg.

Die Europäische Kommission hat bisher 3,9 Mio. Euro Hilfe zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie zur Verfügung gestellt.

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