Lauenburgs Künstlerhaus muss über seine Grenzen hinauswachsen

Ulrike Mechau-Krasemann, Dr. Hans Jürgen Schild und Dr. Ursula Schild wünschen sich eine größere Bekanntheit für das Künstlerhaus. Ulrike Mechau-Krasemann, Dr. Hans Jürgen Schild und Dr. Ursula Schild wünschen sich eine größere Bekanntheit für das Künstlerhaus. Foto: W. Reichenbächer

Lauenburg (wre). „Viele denken ja, wenn wir keine Stipendiaten im Haus haben, ist hier nichts los“, sagt die Vorsitzende des Künstlerhauses Ulrike Mechau-Krasemann, „aber das stimmt nicht“. Das Haus ist meist das ganze Jahr über belegt. Von Mai bis Oktober sind die Stipendiaten im Haus, in der anderen Zeit werden die Zimmer an Künstler vermietet, die einmal in Ruhe arbeiten wollen. Auch gibt es Ausstellungen. Und auch, wenn immer viele Bewerbungen auf die Plätze vorliegen, muss das Haus noch bekannter werden. Dies ist das Resümee, das der Verein aus der Befragung ehemaliger Stipendiaten zieht.

„Wir müssen in der Kunst- und Musikszene bekannter werden“, erklärt Ulrike Mechau-Krasemann. Das Künstlerhaus könnte zwar ein Aushängeschild für Lauenburg sein, aber die Stadt würde das Potenzial zu wenig nutzen. Eine Ursache sieht der Trägerverein darin, dass es keine ausreichende Unterstützung bei der Vermarktung von der Stadt gibt. „Es fehlt ein Kulturmanager“, sagt Ulrike Mechau-Krasemann, und verweist darauf, dass sogar das kleinere Büchen einen hat. Der Kulturmanager könnte dann auch für mehr Bekanntheit sorgen, indem das Künstlerhaus mehr in die Außendarstellung der Stadt eingebunden wird. „Aber es ist leider klar, dass dafür keine neue Stelle geschaffen wird“, verweist die Vereinsvorsitzende auf die Haushaltslage der Stadt. Die Hoffnung liegt nun darin, mit den vorhandenen Bordmitteln die Bekanntheit zu steigern. Dazu ist auch ein Treffen mit der Tourist-Information geplant, um beispielsweise Kunstführungen anbieten zu können.

Der Verein will aber weiter daran arbeiten, ein dichteres Netzwerk zu anderen Kunststätten aufzubauen. Sicher ist man sich, dass Lauenburg viel Potenzial hätte, mehr in der Kunstszene verankert zu werden. Dazu würde sich die Altstadt ideal anbieten, da das Ambiente bei Künstlern gefragt sei.

So träumt man beim Verein auch davon, die künftige Nutzung des Schlosses der Kunst zu widmen, wenn die Verwaltung umgezogen ist. So wäre eine Kunsthochschule ideal, wird laut über die künftige Nutzungsmöglichkeit nachgedacht. „Das wäre genial“, sagt Mechau-Krasemann.

Um mehr Belebung in das Haus zu bekommen, gibt es unter dem Titel „Wirtschaft trifft Kunst“ auch die Möglichkeit für Firmen oder Freiberufler die Räumlichkeiten zu nutzen. So könnten dort neben Meetings und interne Veranstaltungen in entsprechender Umgebung auch firmeninterne Führungen durchgeführt werden, etwa im Rahmen eines Betriebsausfluges.

Weitere Informationen zum Künstlerhaus gibt es hier

Letzte Änderung am Montag, 26 Januar 2015 16:08
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