Elbkino zeigt „Einer nach dem Anderen“

Elbkino zeigt „Einer nach dem Anderen“ Foto: hfr

Lauenburg (LOZ). Das Ebkino Lauenburg hat mit der ausverkauften Vorstellung von „Wir sind die Neuen“ einen gelungenen Start ins Jahr hingelegt und konnte auch mit dem Neujahrsempfang begeistern, bei dem die Besucher nicht nur Sekt und Kuchen, sondern auch den wunderbaren Musikfilm „Can a Song Save Your Life?“ zu sehen bekamen. Im Februar folgt nun eine skandinavische Komödie mit tiefschwarzem Humor. Das Elbkino Lauenburg zeigt am Sonnabend, 14. Februar um 20 Uhr „Einer nach dem Anderen“ von Hans Petter Moland in der Osterwoldhalle.

„Einer nach dem Anderen“ (Originaltitel: Kraftidioten) ist eine absurde, blutige Killergeschichte, wie sie skandinavische Krimi-Autoren lieben. Kein Wunder, dass Regisseur Moland nach der Premiere im Wettbewerb der Berlinale immer wieder mit Quentin Tarantino und den Coen-Brüdern in einem Atemzug genannt wurde.

Einer nach dem Anderen

von Hans Petter Moland mit Stellan Skarsgård, Bruno Ganz, Pål Sverre Hagen, Brigitte Hjort Gard Eidsvold, Norwegen/S/Dk 2014, 117 Min., dt.F., ab 16

Die Schneeräumung ist eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit. Nils (Stellan Skarsgård) geht ihr mit so einnehmender Zuverlässigkeit nach, dass er zum Bürger des Jahres gewählt wird. Doch schon kurz darauf verkehren sich die Vorzeichen von Nils' Ordnungsliebe. Als sein Sohn zufällig Opfer einer fatalen Verwechslung der Mafia wird, gerät der beste Bürger in einen ausschweifenden Drogenkrieg. Nils will seinen Sohn rächen und macht sich auf zu einer Reise an den Ursprung des Verbrechens. Einen Auftragskiller nach dem nächsten bringt er so akribisch zu Fall wie er einst seine Mitbürger von unerwünschten Schneemassen befreit hatte. Je mehr hochrangige Gesetzlose Nils aus der Welt schafft, desto verwundbarer wird das System. Bandenführer Papa (Bruno Ganz), der mit der Drogenmafia auf Kriegsfuß steht, wittert neue Chancen, die ungeliebten Konkurrenten ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen. Es entspinnt sich ein kaum zu entwirrender, aber dafür umso komischerer Drogenkrieg, in dessen Zentrum Nils mit viel Recht und noch mehr Anarchie für so manche Überraschung sorgt.

Wo statt mit Schnee fontänenweise mit Auftragskillern aufgeräumt wird, muss die sensible Balance zwischen ziviler Ordnung und krimineller Kultur aus den Fugen geraten. Regisseur Hans Petter Moland erweist sich nach „Ein Mann von Welt“ ein weiteres Mal als bildstarker, scharfsinniger und bitterböser Analyst des so feinen Gewebes, das wir Gesellschaft nennen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 05 Februar 2015 13:00
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