Eine Billion Euro für Zukunft Europas

Parlament billigt EU-Haushaltsrahmen für 2014 bis 2020

 

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Foto: Daniel Gast / pixelio.de

 

(LOZ). Nach zweieinhalb Jahren Verhandlungen hat das Europäische Parlament heute den mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU für die Jahre 2014 bis 2020 verabschiedet. Die Zustimmung ebnet den Weg für die endgültige Verabschiedung durch den Rat in den kommenden Wochen.

"Die Europäische Union wird von 2014 bis 2020 fast 1 Billion Euro in Wachstum und Beschäftigung investieren", sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. "Im Vergleich zum Volksvermögen fällt der EU-Haushalt in seiner Höhe bescheiden aus. Der Haushalt eines einzigen Jahres umfasst jedoch mehr Mittel als der gesamte Marshall-Plan in heutigen Preisen ausgedrückt. Mit unserem modernen, zukunftsorientierten Haushalt können wir wirklich etwas für die Bürgerinnen und Bürger bewegen! Er kann dazu beitragen, die wirtschaftliche Erholung in der gesamten Europäischen Union zu stärken und voranzutreiben."

Haushaltskommissar Janusz Lewandowski ergänzte: "Nach der heutigen Abstimmung im Europäischen Parlament besteht Planungssicherheit in Bezug auf die Fördermittel für etwa 20 Millionen kleine und mittlere Unternehmen in der EU, Millionen der ärmsten Menschen in der Welt, etwa 100 000 Städte und Regionen sowie tausende Labore und Universitäten: wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Europa hat seine Hausaufgaben gemacht. Mit europäischen Mitteln kann in den nächsten sieben Jahren in wirtschaftliches Wachstum, Forschung, Bildung, Unterstützung junger Arbeitsloser und humanitäre Hilfe investiert werden. Wenige Monate vor den nächsten Europawahlen kann ich mir keine bessere Botschaft der EU an ihre Bürgerinnen und Bürger vorstellen als diese: Europa legt sich ins Zeug, Europa funktioniert.“

Um wieviel Geld geht es und wofür wird es ausgegeben?

Der mehrjährige EU-Finanzrahmen für den Zeitraum von 2014 bis 2020 ermöglicht es der Europäischen Union, Investitionen in Höhe von bis zu  960 Mrd. Euro (1.00 Prozent des Bruttonationaleinkommens der EU) an Mitteln für Verpflichtungen und 908.4 Mrd. Euro (0.95 Prozent des EU-Bruttonationaleinkommens) an Mitteln für Zahlungen zu tätigen. Instrumente für unvorhergesehene Umstände (z. B. die Reserve für Soforthilfen, der Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung, der Solidaritätsfonds und das Flexibilitätsinstrument) sowie der Europäische Entwicklungsfonds liegen außerhalb der Obergrenzen des MFR. Im EU-Haushaltsrahmen für den Zeitraum von 2014 bis 2020 sind die Ausgabenprioritäten festgelegt, die im Einklang mit der EU-Wachstumsstrategie Europa 2020 auf die Förderung von nachhaltigem Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet sind. 

Letzte Änderung am Dienstag, 26 November 2013 18:45
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