Parlament votiert für europaweit vereinfachte Musiklizenzen

 

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Foto: W. Reichenbächer

 

(LOZ). Binnenmarktkommissar Michel Barnier hat das Votum des Europäischen Parlaments für europaweit vereinfachte Nutzungsrechte für Musik begrüßt. "Dies sollte zu einem verbesserten Zugang zu Online-Musik und einem breiteren Angebot führen", sagte Barnier. Das Gesetz, das bereits informell mit den EU-Regierungen vereinbart wurde, soll auch Künstlern schneller zu ihrem Geld verhelfen.

Der digitale Musikmarkt in Europa wächst schnell. Junge Unternehmen wie Deezer, Juke und Spotify konkurrieren mit großen Firmen wie Apple und Amazon. In Europa stehen Unternehmen allerdings vor einem Labyrinth nationaler Lizenzen und verschiedener Verwertungsgesellschaften wie zum Beispiel der Gema in Deutschland.

Die Kommission hatte im Jahr 2012 eine Richtlinie zur Modernisierung von nationalen Verwertungsgesellschaften vorgelegt. Die Richtlinie soll die grenzübergreifende Lizenzierung von Urheberrechten für die Nutzung musikalischer Werke im Internet erleichtern. Die erhöhte Nachfrage nach online verfügbaren kulturellen Gütern (Musik, Filmen, Büchern usw.) kennt keine Ländergrenzen oder nationalen Beschränkungen. Gleiches gilt für die Online-Dienste, die diese anbieten.

Hier kommen nun die Verwertungsgesellschaften ins Spiel: Insbesondere im Musiksektor verwalten sie kollektiv die Lizenzvergabe für die Online-Nutzung urheberrechtlich geschützter Musikstücke im Namen der Liedtexter und Komponisten, erheben die entsprechenden Nutzungsgebühren und schütten die Nutzungsgebühren an sie aus. Einige Verwertungsgesellschaften haben jedoch Mühe, sich den Anforderungen der Verwaltung von Online-Nutzungsrechten an Musikstücken anzupassen, vor allem in einem länderübergreifenden Kontext.

Der heute vom Europäischen Parlament angenommene Vorschlag wird zur Folge haben, dass diejenigen Verwertungsgesellschaften, die bereit sind, multiterritoriale Nutzungsrechte für ihr Repertoire zu vergeben, entsprechende europäische Standards einhalten müssen. Dies würde es Diensteanbietern einfacher machen, die erforderlichen Nutzungsrechte für EU-weit online angebotene Musik zu erwerben und zu gewährleisten, dass die Gebühren ordnungsgemäß erhoben und den Liedtextern und Komponisten gerecht zugeschlagen werden.

Letzte Änderung am Dienstag, 04 Februar 2014 15:16
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