Ein Wunderwerk der europäischen Baugeschichte

VHS-Diskussionskreis am Nachmittag: Die Abtei Mont-Saint-Michel

 

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Foto: hfr

 

Geesthacht (LOZ). „Sie gehört zu den Wunderwerken der abendländischen Bau- und Kulturgeschichte – die Abtei Mont-Saint-Michel“, erklärte Diskussionsleiter Dr. William Boehart zum nächsten Treffen des VHS-Diskussionskreises am Nachmittag am Mittwoch, dem 26. März, 15.15 Uhr im GeesthachtMuseum!. Die Geschichte der Abteikirche beginnt im Jahre 708, heute wird das UNESCO-Weltkulturerbe von über 3,5 Millionen Menschen jährlich besucht. Referent für den Nachmittag ist der Diskussionsleiter selbst.

Dr. Boehart: „Im Jahr 708 wurde Bischof Aubert von Avranches in einem Traum vom Erzengel Michael aufgefordert, eine Kirche für ihn zu bauen. Zunächst wurde wohl nur ein einfacher Bau errichtet, von dem sich nur Reste einer Granitmauer in der im 10. Jahrhundert erbauten Kirche Notre-Dame-sous-Terre erhalten haben. Im Jahre 966 wurden die bisher für den Berg und seine Reliquien verantwortliche Mönche durch 30 Benediktiner aus der Abtei Saint-Wandrille ersetzt. Von nun an ging es langsam aufwärts mit dem Kloster; um das Jahr 996 wurde hier die Hochzeit zwischen dem normannischen Herzog Richard II. und Judith de Bretagne gefeiert. Kurz danach begann man mit dem Neubau, dessen Arbeiten über 500 Jahre dauern sollten und auch während des Hundertjährigen Kriegs (1337–1453) nicht unterbrochen wurden − in dieser Zeit wurden Berg und Abtei zu einem Festungsbauwerk umgestaltet, das auch den protestantischen Angriffen während der Hugenottenkriege (1562–1598) standhielt. Die − in Stilformen der Romanik, der Gotik und des Klassizismus errichteten − Klosterbauten auf dem Mont-Saint-Michel wurden bereits im Mittelalter als merveille ('Wunder') bezeichnet, da sich kaum jemand vorzustellen vermochte, wie man auf der Spitze eines Berges einen derart gewaltigen Gebäudekomplex in drei Ebenen planen und errichten konnte. Ich verspreche mir einen spannenden Nachmittag“.

Einzelvorträge können für 4 Euro besucht werden. Treffpunkt: GeesthachtMuseum! Im Krügerschen Haus, Bergedorfer Straße 28, Anmeldung: VHS-Geesthacht, Neuer Krug 33-35, Tel: 04152-4622

Letzte Änderung am Samstag, 29 März 2014 20:42
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