"112" muss als europaweiter Notruf bekannter werden

Lübeck (LOZ). Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein werden demnächst für den europaweiten Notruf "112" sichtbar werben. Innenstaatssekretär Bernd Küpperbusch rief die Wehren des Landes dazu auf, ihre Einsatzfahrzeuge mit einem entsprechenden Aufkleber zu versehen. "Das ist ein Beitrag zur Sicherheit der Menschen, wenn sie wissen, dass sie europaweit unter einer einheitlichen Rufnummer Hilfe für Leben oder Gesundheit erwarten können", sagte Küpperbusch auf der Landesfeuerwehrversammlung heute in Lübeck. Eine aktuelle von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebene öffentliche Meinungsumfrage in den Ländern der EU (Eurobarometer) zeige, dass in Deutschland nur 17 Prozent der Bevölkerung die europaweite Gültigkeit der Rufnummer "112" kennen. Damit liege die Bundesrepublik auf dem viertletzten Platz in Europa.

Der Staatssekretär lobte den Landesfeuerwehrverband für seine vielfältigen Initiativen und Aktionen zur Mitgliederwerbung. "Sie treten damit einem gesellschaftlichen Trend und einer demografischen Entwicklung entschlossen entgegen, um auch in Zukunft ein leistungsfähiges Feuerwehrwesen in Schleswig-Holstein sicherzustellen", sagte Küpperbusch. Er betonte, dass der durch eine Änderung des Glücksspielgesetzes ermöglichte Einsatz von Mitteln aus der Glücksspielabgabe die Intensität der Kampagnen deutlich verstärkt habe.

Trotz erster Erfolge ermutigte der Staatssekretär die Feuerwehren ausdrücklich, ihre Kampagnen gegen den Mitgliederschwund weiter zu betreiben und auszubauen. Dem gesellschaftlichen Trend zur Individualisierung und Privatisierung setzten das Land und der Landesfeuerwehrverband einen entschlossenen Willen entgegen. "Wir packen die Themen gemeinsam an und entwickeln intelligente und zukunftsorientierte Konzepte", sagte Küpperbusch. Die Motivation und die Kreativität dafür seien überall im Land vorhanden. Die freiwilligen Feuerwehren hätten in ihrer teilweise über hundertfünfzig Jahre währenden Geschichte immer wieder bewiesen, aus allen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen gestärkt hervorzugehen.

Letzte Änderung am Samstag, 26 April 2014 10:45
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