Arbeitslosenzahl weiter gesunken

Meyer appelliert an Betriebe und junge Leute: „Möglichkeiten des Ausbildungsmarktes nutzen – noch 8300 Stellen unbesetzt“

Kiel (LOZ). Die anziehende Konjunktur sorgt für Bewegung auf dem Arbeitsmarkt: Nach den am 28. Mai von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Zahlen für den Monat Mai ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken und liegt aktuell bei 99.300 (6,7 Prozent). Nach den Worten von Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer profitierte der Arbeitsmarkt vor allem vom guten Wirtschaftswachstum im ersten Quartal. „Das erste Quartal ist für die schleswig-holsteinische Wirtschaft stark gestartet. Und das wird sich voraussichtlich auch im zweiten Quartal fortsetzen“, so Meyer.

Wie der Minister weiter sagte, profitierten wie schon im Vormonat sämtliche Altersgruppen von der guten Konjunktur. Neben den jüngeren Arbeitslosen unter 25 (minus 5,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat) sei auch die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen gesunken (minus 1,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr seien die Zahlen jedoch um 2,7 Prozent gestiegen. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen (plus 7,3 Prozent) und der arbeitslosen Ausländer (plus 7,6 Prozent) bereite ihm Sorge. „Mit unserem ,Landesprogramm Neue Arbeit‘ bieten wir eine umfassende Unterstützung an. Zum Beispiel durch das im August startende Förderprogramm ,Neue Wege in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung‘ zur Integration von Langzeitarbeitslosen.“

Zugleich erinnerte der Minister daran, dass sowohl die Nachfrage nach Arbeitskräften als auch nach Auszubildenden weiter enorm hoch sei. Doch insbesondere der Ausbildungsmarkt verändere sich. So seien letztes Jahr trotz einer steigenden Anzahl von betrieblichen Ausbildungsplätzen weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. „Es wird offenbar grundsätzlich schwieriger, das betriebliche Angebot und die Nachfrage der Jugendlichen zusammenzuführen“, sagt Meyer und appelliert deshalb erneut sowohl an die Unternehmen als auch an die jungen Menschen im Land, die Möglichkeiten des Ausbildungsmarktes stärker zu nutzen. Die Duale Ausbildung biete dabei nach wie vor die besten Chancen. Zurzeit seien noch 8.300 Ausbildungsplätze unbesetzt, ein Plus von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber seien noch 7.900 Bewerber ohne einen Ausbildungsplatz. Insbesondere im Einzelhandel und im Gastgewerbe seien die Chancen auf einen Ausbildungsplatz hoch.

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