700.000 Euro mehr für den Sport

Innenminister Andreas Breitner: Staatliche Hilfe sichert flächendeckendes und vielfältiges Sportangebot

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Foto: Kurt Michel / pixelio.de

 

(LOZ). Der Sport in Schleswig-Holstein geht aus den Beratungen über den Landeshaushalt als Gewinner vom Platz. Die Landesregierung stellt für die Förderung des Sports künftig Jahr für Jahr mindestens sieben Millionen Euro aus Lotteriezweckabgaben zur Verfügung, 700.000 Euro mehr als bisher. Damit erhöht sich auch der Garantiebetrag für den Landesportverband (LSV) Schleswig-Holstein von 5,67 Millionen Euro auf 6,3 Millionen Euro. Innenminister Andreas Breitner übergab den entsprechenden Zuwendungsbescheid am Montag (11. Februar) in Kiel an LSV-Präsident Ekkehard Wienholtz.

Die Förderung ist bestimmt für das Haus des Sports, das Sport- und Bildungszentrum Malente, das Ruderleistungszentrum Ratzeburg und das Olympiazentrum Kiel-Schilksee. Das Geld fließt darüber hinaus in Maßnahmen des Leistungs-, Breiten- und Jugendsports. Außerdem werden Projekte gefördert, die sich mit der Integration durch Sport sowie gegen Doping im Sport beschäftigen. Mindestens 1,6 Millionen Euro müssen aus dem Gesamtetat für Investitionen in den Neubau, die Sanierung und Verbesserung von Sportstätten der Vereine verwendet werden. Das Projekt „Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit“ bekommt 230.000 Euro.

Die zusätzlichen 630.000 Euro helfen dem Landessportverband, gestiegene Kosten und zunehmende Aufgaben zu bewältigen“, sagte Breitner. Sportförderung aus Lotteriezweckabgaben sei ein unverzichtbarer Beitrag, um die Arbeit des Landessportverbandes, seiner Einrichtungen und der Vereine und Verbände überhaupt zu ermöglichen. „Die staatliche Hilfe versetzt den Sport in die Lage, ein flächendeckendes, vielfältiges und sozialverträgliches Sportangebot zu gewährleisten“, sagte der Minister.

LSV-Präsident Dr. Ekkehard Wienholtz freute sich über die zusätzlichen Mittel: „Damit kann der große Investitionsstau, der bei den zahlreichen Anträgen unserer Vereine entstanden ist, ein erhebliches Stück abgebaut werden.“ Im Sport- und Bildungszentrum Malente könnten dringende Sanierungsarbeiten, für die bisher kein Geld vorhanden war, durchgeführt werden. Und auch die Spitzensportler im Land, die Mitglieder des „Team Schleswig-Holstein“ des Landessportverbandes sind oder in Kürze neu in dieses Team aufgenommen werden, sollen über monatliche Förderungen davon profitieren.

Die neuen glücksspielrechtlichen Bestimmungen des Landes besagen, dass acht Prozent der Einnahmen des Landes aus den Lotteriezweckabgaben (Nordwestlotto), mindestens jedoch sieben Millionen Euro zur Förderung des Sports zu verwenden sind. Nach altem Recht betrug der garantierte Mindestbetrag 6,3 Millionen Euro.

Von den acht Prozent beziehungsweise von dem Garantiebetrag für den Sport erhält der Landesportverband weiterhin 90 Prozent. Nach altem Recht waren das mindestens 5,67 Millionen Euro (90 Prozent von 6,3 Millionen Euro), nach neuem Recht sind es 6,3 Millionen Euro (90 Prozent von sieben Millionen Euro) und damit 630.000 Euro mehr.

Nicht nur der Landessportverband gewinnt durch den auf sieben Millionen Euro erhöhten Garantiebetrag für den Sport. 560.000 Euro stehen dem Innenministerium für die allgemeine Förderung des außerschulischen Sports zur Verfügung, das sind 56.000 Euro mehr als bisher. Das Bildungsministerium bekommt zur Unterstützung des Schulsports außerhalb des Unterrichts statt der garantierten 126.000 Euro jetzt 140.000 Euro.

Letzte Änderung am Montag, 18 Februar 2013 18:33
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