613 Straßenwärter sorgen im Winter mit über 1.000 Fahrzeugen und Geräten für freie Bahn

Verkehrsminister Reinhard Meyer: „Der Winterdienst steht Tag und Nacht bereit“

 

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Foto: Karl-Heinz Laube  / pixelio.de

 

(LOZ). Die 613 Straßenwärter und Kraftfahrer der 26 Autobahn- und Straßenmeistereien im Land sind für den Winter bestens gerüstet. Davon überzeugte sich am 18. November Verkehrsminister Reinhard Meyer bei einem Besuch der Autobahn- und Straßenmeisterei in Quickborn. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten unsere 535 Kilometer Autobahnen rund um die Uhr und unser rund 7600 Kilometer langes Netz aus Bundes-, Landes- und Kreisstraßen täglich von 6 Uhr bis 22 Uhr von Schnee und Eis frei“, sagte Meyer. „Davon profitieren unsere Bürgerinnen und Bürger ebenso wie unsere gesamte Wirtschaft – insbesondere das Logistik-Gewerbe.“

Meyer appellierte aber auch an die Autofahrer, ihren Beitrag zur Sicherheit des Verkehrs zu leisten: „Das betrifft die richtigen Reifen oder den Sicherheitsabstand zum Vordermann ebenso wie Verhaltensregeln, etwa die Pflicht, Gassen für Streufahrzeuge zu bilden.“ Er mahnte auch zu besonderer Rücksicht auf die Straßenwärter – vor einem Jahr war ein Mitarbeiter bei Kiel von einem Lkw erfasst und schwer verletzt worden.

Für den Winterdienst stehen dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) über 100 eigene und über 200 angemietete Fahrzeuge sowie knapp 800 Räumgeräte zur Verfügung. Darüber hinaus liegen in den Meistereien momentan insgesamt 31.000 Tonnen Streusalz bereit – der jährliche Salzverbrauch lag im Durchschnitt der letzten fünf Jahre mit zwei harten Wintern bei knapp 58.000 Tonnen, die Gesamtkosten für den Winterdienst beliefen sich auf rund 18 Millionen Euro. Getragen werden die Kosten knapp zur Hälfte vom Bund, zu einem guten Drittel vom Land und zu einem Fünftel von den sieben Kreisen, die dem LBV-SH diese Aufgabe übertragen haben.

Nach den Worten von LBV-Direktor Torsten Conradt werden zur Gewährleistung eines effektiven und wirtschaftlichen Winterdienstes seit einigen Jahren verbesserte Techniken eingesetzt. Um geringere Verluste durch Verwehung von Streusalz zu erreichen, wird auf allen Straßen Feuchtsalz gestreut. Hierbei wird unmittelbar vor Ausbringen auf die Fahrbahn das Trockensalz mit Salzsole angefeuchtet. Conradt: „Dadurch werden eine gleichmäßigere Verteilung sowie eine längere Liegedauer des Streugutes auf der Fahrbahn erreicht.“ Die Flüssigstreuung eigne sich besonders zur vorsorglichen Bekämpfung von Reif- und Eisglätte. Die Flüssigstreuung wird seit 2010 auf der A 23 und soll ab diesem Winter auch auf der A 1 zwischen Lübeck und Hamburg eingesetzt werden.

Letzte Änderung am Montag, 25 November 2013 15:09
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