Mittwoch, 11 Mai 2016 14:13

Großes Interesse an digitaler Zukunft

Viele Gäste waren der Einladung der Wirtschaftsverbände gefolgt, um mehr über das Vorhaben unter der Überschrift „Wirtschaft 4.0“ zu erfahren. Foto: W. Reichenbächer Viele Gäste waren der Einladung der Wirtschaftsverbände gefolgt, um mehr über das Vorhaben unter der Überschrift „Wirtschaft 4.0“ zu erfahren. Foto: W. Reichenbächer Foto: T. Reichenbächer

Gewerbetreibende informieren sich über Möglichkeiten eines lokalen Netzwerkes

 

Lauenburg (wre). Die Wirtschaftsverbände aus Geesthacht (WVG), Lauenburg (WVL), Schwarzenbek (WVS) und Büchen (BWV) hatten zu einem Wirtschaftsabend eingeladen, um über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit unter einem „digitalem Dach“ zu diskutieren. Dr. Heiko Behrens stellte die Räumlichkeiten dafür bei Dan Tobacco in Lauenburg zur Verfügung. Es mussten noch weitere Stühle besorgt werden, damit alle Interessierten einen Platz finden konnten. „Ein gelungener Abend“, zieht der WVG Vorsitzende Jürgen Wirobski sein Resümee nach dem Abend.

Wirobski informierte die ersten bereits getätigten Schritte. Es wird bereits an einem Konzept gefeilt, wie die Zusammenarbeit aussehen könnte, und welchen Nutzen die Mitgliedsbetriebe daraus ziehen könnten. Auch wird bereits an Förderanträgen gearbeitet, damit ein unabhängiges Gutachten für die Region erstellt werden kann, um gezielte Maßnahmen einzuleiten. In Lauenburg fand nun der erste öffentliche Abend zum Thema „Wirtschaft 4.0“ statt. Das Interesse war groß, und es war zu merken, dass sich viele Betriebsinhaber Gedanken über die Zukunft machen.

Wie wichtig das Thema für die Region ist, zeigte auch die Präsenz der anwesenden Politiker vom lokalen Abgeordneten bis zum Landtagskandidaten. Auch Wirtschaftsförderer Ulf Hahn informierte sich über die Pläne der Wirtschaftsverbände. Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede verlies extra vorzeitig eine weitere Veranstaltung, um noch an dem Wirtschaftsabend teilnehmen zu können.

 

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Jürgen Wirobski (l.) gab Ausblicke über das weitere Vorgehen der Wirtschaftsverbände. Diskutiert haben Thorsten Slabon, Dirk Morawski, Sebastian Neubecker, Uwe Krützmann und Udo Burmester unter der Moderation von Wolfgang Reichenbächer. Foto: T. Reichenbächer

 

Unterhaltsam wurde die Veranstaltung, als die Podiumsdiskussion begann. Thorsten Slabon (Druckerei), Dirk Morawski (Fotografie), Sebastian Neubecker (Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg), Uwe Krützmann (Schuhhaus) und Udo Burmester (Dan Pipe) diskutierten unter der Moderation von Wolfgang Reichenbächer, und erzählten launig über ihre Erlebnisse bei der Umsetzung von Onlineshops und Webseiten. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass die Umsetzung für den Einzelnen Betrieb teilweise sehr aufwendig sein könne, aber es keine Alternative gäbe. „Machen Sie es einfach“, mahnte Thorsten Slabon. „Sie sollten aber vorher mit Ihrem Partner sprechen“, ergänzte Uwe Krützmann augenzwinkernd. Denn er hat die Nächte während der Umsetzung seines Onlineshops vor dem Computer verbracht, und nicht im Ehebett. „Aber es lohnt sich“, so Krützmann. Für Udo Burmester führt kein Weg am Internet vorbei. 95 Prozent des Umsatzes bei Dan Pipe werden über das Internet gemacht. Dirk Morawski konnte auch von den Hürden sprechen, die bei der Umsetzung von Internetauftritt und Onlineshop zu nehmen sind. Aber ohne die Präsenz würde es heute nicht mehr funktionieren. Daher mahnte auch Sebastian Neubecker, wenigstens mit einer Visitenkarte im Internet Präsenz zu zeigen. Eine Lösung könnte daher der gemeinsame Auftritt der Betriebe der Region unter einem Dach sein. Bis dahin müsse aber jeder selber tätig werden.

Alle Teilnehmer konnten berichten, dass der Internetauftritt nicht nur wichtig für mehr Umsätze über Onlineshops sei, auch in die Ladengeschäfte könnten so neue Kunden geholt werden. „Ich nehme nicht mehr das Telefonbuch zur Hand, sondern gehe gleich ins Internet“, berichtete Neubecker, der damit zu einem immer größer werdenden Kreis der „Papierverweigerer“ gehört. So fuhr er extra mit seiner schwangeren Frau bis nach Kiel, nur um dort zu erfahren, er wäre auch in Lübeck fündig geworden. Allerdings war der Betrieb im Internet nicht zu finden.

Die lebhafte Diskussion und Schilderungen der eigenen Erfahrungen, an denen sich auch die Gäste beteiligten, hätte sicher noch einige Stunden weitergehen können. Zufrieden war man am Abend auf beiden Seiten. Die Gäste hatten viel Erfahren, und auch die Wirtschaftsverbände und Podiumsteilnehmer zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf des Abends.

Jürgen Wirobski versprach, dass es weitere Abende der Wirtschaftsverbände zur digitalen Vernetzung geben soll. Dann soll es um gezieltere Themen gehen. Bis dahin arbeiten die Verbände weiterhin an einem Konzept, wie man die Betriebe aus der Region unter ein „digitales Dach“ bekommt, damit alle Mitgliedsbetriebe davon profitieren können. Auch wird daran gearbeitet, Fördermittel einzuwerben, um Strategiepläne zu entwerfen, und um zu einem späteren Zeitpunkt auch bei Bedarf ein Büro als Anlaufstelle für Fragen der Mitgliedsbetriebe rund um die Digitalisierung einzurichten.

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Mai 2016 17:59
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