Freitag, 31 März 2017 18:39

Ministerien streiten über Nutzung des Elbe-Lübeck-Kanals

Ministerien streiten über Nutzung des Elbe-Lübeck-Kanals Foto: W. Reichenbächer

Muss Verkehrsminister Alexander Dobrindt das Versprechen zum Ausbau wieder einkassieren?

 

Lesezeit: 2 Minuten

Lauenburg/Büchen (wre). Es ist gerade einmal zwei Wochen her, das Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in Lauenburg war, und die Pläne zum Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals bekräftig hatte (wir berichteten). Doch jetzt gibt es kräftig Gegenwind aus der eigenen Regierung aus den Reihen der SPD geführten Ministerien. Wie die Lauenburger Online-Zeitung durch einen Hinweis aus dem Bundestag erfuhr, haben die Ministerien von Brigitte Zypries (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) und Barbara Hendricks (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) ganz eigene Pläne.

Aufatmen können allerdings die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Lauenburg. Denn vorerst würden sie auch weiterhin wie geplant gebraucht werden. Denn die Vertiefung des Kanals steht weiter im Raum. Es sollen sogar die Deiche erhöht werden, damit der Kanal mehr Wasser führen kann.

Eine Mitarbeiterin aus dem Energieministerium, die lieber anonym bleiben möchte, erklärte gegenüber der Lauenburger Online-Zeitung, dass der Kanal für die Energiewende gebraucht werde. Ähnlich wie beim Pumpspeicherwerk in Geesthacht soll der Kanal Wasser aufnehmen, und dann bei Bedarf wieder Richtung Elbe abgeben. Dazu fließt das Wasser durch Turbinen und erzeugt so Strom.

Schiffe könnten dann allerdings nicht mehr über den Kanal fahren, da die Schleusen gegen Rückhaltetore mit Turbinen ausgetauscht werden müssten. Die beiden Ministerien von Barbara Hendricks und Brigitte Zypries argumentieren allerdings damit, dass die eigentlich zum Ausbau benötige Menge an beförderten Gütern ohnehin nicht erreicht wird.

Sollten sich die neuen Pläne durchsetzen, wäre der geplante Ausbau der Schleusen hinfällig. Auch müssten die vorhandenen Brücken nicht mehr erhöht werden. Damit würde der Bund seine Kostenzusage für die Brücke zwischen Büchen und Büchen-Dorf zurücknehmen. Das Land wäre dann als alleiniger Bauherr für die Übernahme aller Kosten zuständig.

Ob die Pläne allerdings noch in dieser Legislaturperiode in die Beratung gehen bleibt abzuwarten. Vor der Wahl im September wird wohl keiner der Politiker mehr öffentlich das Thema anfassen.

Update:

Liebe Leser,

Sie haben es vielleicht mitbekommen, ein Donald aus Amerika hat auf Twitter mitgeteilt, wir würden Fake-News verbreiten. Und das stimmt! Dieser Artikel war unser Beitrag zum 1. April. Zumindest glauben wir es. Denn morgen könnten die Politiker ja schon wieder ganz neue Ideen haben…

Letzte Änderung am Samstag, 01 April 2017 20:04
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