Mittwoch, 13 April 2016 17:42

Chance für „Aufstocker“ im Kreis Herzogtum Lauenburg

Chance für „Aufstocker“ im Kreis Herzogtum Lauenburg Foto: W. Reichenbächer

Herzogtum Lauenburg (LOZ). Vor knapp zwei Jahren wurde im Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss des Kreises ein Projekt auf den Weg gebracht, welches Bezieher aufstockender Leistungen aus dem SGB II betrifft. Diese zunächst zweijährige Maßnahme ist eine Kooperation zwischen der BQG des Kreises (Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft) und dem Job Center, mit dem Ziel, Bezieher aufstockender Leistungen zu beraten, um sie aus dem Bezug dieser Leistungen herauszulösen, sie möglichst in den Arbeitsmarkt zu integrieren aber mindestens die persönliche Situation der Betroffenen positiv so zu verändern, dass eine Reduzierung des Leistungsbezuges erfolgen kann.

Außerdem strebt das Projekt an, Kosten – insbesondere für den Kreis – einzusparen. Die aktuellen Ergebnisse wurden gestern im zuständigen Fachausschuss vorgestellt, dazu die sozialpolitische Sprecherin der SPD, Gitta Neemann-Güntner:

„Aus Sicht der SPD hat sich das Risiko, ein solches Projekt anzustoßen und dafür im Kreishaushalt Mittel einzustellen, bereits nach der Zwischenbilanz von 18 Monaten voll gelohnt. Es gelang den Bündnispartnern insgesamt 39 Teilnehmer ganz aus dem Leistungsbezug zu lösen, bei 69 Teilnehmern erfolgte eine Reduzierung des Leistungsbezuges, insgesamt eingemündet in das Projekt sind aktuell 268 Teilnehmer. Das sind gute Zahlen.

Aus Sicht des Kreises bedeutet dies konkret, wenn nun die Aufwendungen des Kreises abgezogen werden, verbleibt dem Kreis eine Ersparnis von rund 82.500 Euro, die z.B. für KdU (Kosten der Unterkunft) gezahlt würden, eine Summe, die wir als Sozialdemokraten anfangs so nicht erwartet hätten. Wir sind eher von einer schwarzen Null ausgegangen, was sich immer noch gelohnt hätte, da Menschen in Arbeit gebracht wurden.

Wie wir erfahren haben, bedarf es künftig zwischen den Bündnispartnern Kreis, Job Center und BQG, etwas genauere Abstimmungen, um noch effektiver zu arbeiten, um Einsparungen zu erzielen. Auf jeden Fall sind aber die Erwartungen erfüllt worden, die insbesondere den Betroffenen zugutekommen. Wir werden uns für die Fortführung der Maßnahme einsetzen und danken der BQG sowie dem Jobcenter für ihr Engagement.“

Letzte Änderung am Mittwoch, 13 April 2016 17:48
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