Donnerstag, 02 Februar 2017 17:46

Neue Starkstromtrasse durch das Herzogtum geplant

Neue Starkstromtrasse durch das Herzogtum geplant Foto: W. Reichenbächer

Lesezeit: 3 Minuten

Herzogtum Lauenburg (wre). Am Dienstag wurde der erste Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) 2030 durch die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) an die Bundesnetzagentur (BNetzA) überreicht. Der NEP 2030 zeigt den grundsätzlichen Ausbaubedarf des Stromnetzes in verschiedenen Szenarien auf. Hintergrund sind deutlich veränderte Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Energiewende, an welche das Stromnetz bundesweit angepasst werden muss. In diesem Plan ist nun auch eine 380-Kilovolt-Trasse von Stockelsdorf nach Krümmel enthalten. Ob diese auch umgesetzt wird, ist allerdings noch nicht beschlossen.

„Mit einer längerfristigen Perspektive auf das Jahr 2030 ist die Errichtung einer neuen 380-kV-Leitung zwischen Lübeck (UW Stockelsdorf) und Krümmel auf etwa 80 Kilometer Länge vorgesehen. Das vorgestellte Projekt hat sich im Rahmen des vorliegenden Netzentwicklungsplans als erforderlich für den sicheren Betrieb eines bedarfsgerechten Übertragungsnetzes gezeigt und dient der Erhöhung der Übertragungskapazität in Schleswig-Holstein sowie von Schleswig-Holstein nach Süden“, erklärt Pressesprecher Mathias Fischer von Netzbetreiber Tennet.

„Gegenwärtig befinden wir uns noch in einem sehr frühen Stadium des aktuellen NEP-Konsultationsprozesses“, so Fischer weiter. Zu diesem sehr frühen Zeitpunkt können daher keine konkreten Aussagen zu den Projekten aus dem NEP 2030, wie z.B. zu Trassenverläufen, treffen können.

Sollten die Planungen für dieses Netzausbauprojekt im weiteren Verfahrensverlauf durch Bundesnetzagentur und Bundesbedarfsplanung Bestätigung erhalten, will Tennet frühzeitig auf die Bürger in der Region zukommen, um die breite Öffentlichkeit noch vor konkreteren Planungsschritten in den Prozess mit einzubeziehen.

Bis zum 28. Februar steht der erste Entwurf des NEP zur öffentlichen Konsultation offen. Das bedeutet, dass Stellungnahmen zum Netzentwicklungsplan eingereicht werden können, die sich auf die Konsultationsthemen, wie z. B. Methode und Ergebnis der Marktmodellierung, Transportbedarfe und Netzanalysen beziehen. Es geht hier im Moment noch nicht um konkrete Einwendungen oder Hinweise etwa einer konkreten Korridor- oder Trassenplanung. Bis dahin stehen zuvor eine ganze Reihe anderer Verfahren und Entscheidungen an.

Nach der Konsultationsphase wird der aktuelle Entwurf auf Grundlage der eingereichten Stellungnahmen überarbeitet und anschließend der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Prüfung vorgelegt. Die BNetzA entscheidet dann zunächst, ob eine weitere Planung des Projekts im NEP bestätigt wird. Sollte diese Prüfung positiv ausfallen, schließt sich das Verfahren an, ob das Projekt vom Gesetzgeber in den Bundesbedarfsplan aufgenommen wird.

Weitere Infos zum Konsultationsprozess des NEP finden Interessierte unter www.netzentwicklungsplan.de

Letzte Änderung am Donnerstag, 02 Februar 2017 18:06
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