Dienstag, 21 März 2017 12:25

Werkzeugkasten für flexiblen Nahverkehr

Werkzeugkasten für flexiblen Nahverkehr Foto: W. Reichenbächer

Metropolregion Hamburg stärkt Verkehrsangebote auf dem Lande

 

Lesezeit: 2 Minuten

(LOZ). Die Metropolregion Hamburg hat sich zum Ziel gesetzt, flexible Angebote und Bürgerbusse im Öffentlichen Personennahverkehr so zu gestalten, dass sie für Fahrgäste attraktiv und einfach nutzbar sind. Mit einem umfangreichen Werkzeugkasten unterstützt sie jetzt alle Kommunen und Verkehrsunternehmen, die diese Angebote weiterentwickeln und fördern wollen.

Der Öffentliche Nahverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zur Anbindung ländlicher Räume in der Metropolregion Hamburg. Sogenannte „Flexible Bedienformen“ wie Anruftaxis und Bürgerbusse sind dort fester Bestandteil des ÖPNV-Angebots. Sie tragen dazu bei, die Mobilität von Menschen ohne Zugriff auf ein eigenes Auto zu gewährleisten.

Im Rahmen des Leitprojektes „Flexible Bedienformen“ stellt sich die Metropolregion Hamburg der Frage, wie das Angebot in dünn besiedelten Regionen erhalten und weiterentwickelt werden kann, um eine angemessene Mobilität zu gewährleisten. Ziel ist es dabei, die Einführung und Weiterentwicklung dieser Angebote zu fördern. Daran arbeiten 18 kommunale Partner aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem Hamburger Verkehrsverbund, der NAH.SH und der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen. Der Kreis Ostholstein hat als Projektträger die Federführung für das Leitprojekt. Mit einem Gesamtvolumen von über 560.000 Euro wird es mit 448.000 Euro zu 80 Prozent aus Mitteln der Förderfonds der Metropolregion Hamburg realisiert.

In einem ersten Schritt wurden 70 vorhandene Angebote unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Das Auffinden dieser Angebote ist nicht immer ganz einfach. Die Fahrten können derzeit telefonisch oder online bestellt werden. Buchung und Disposition der Fahrten liegen in der Regel nicht in einer Hand. Oft müssen auch Extra-Fahrscheine gelöst werden, da der örtliche ÖPNV-Tarif nicht gilt. Die verschiedenen Bezeichnungen der Systeme erschweren den Kunden zusätzlich die Orientierung im ÖPNV-Angebot.

Aufbauend auf dieser Analyse wurden in einem „Werkzeugkasten“ Standards erarbeitet, die den Kommunen helfen, technisch und organisatorisch hochwertige ÖPNV-Lösungen zu entwickeln. Dieser Werkzeugkasten liegt nun vor und beinhaltet neben Anleitungen zu Angebots- und Leistungsmerkmalen sowie Betreibermodellen und Vertragsgestaltung auch Informationen zur Buchung und Disposition, zum Tarif und zur Fahrgastinformation sowie zu Fahrzeugen, den Kosten des Betriebs und zur Finanzierung.

Kommunen, Verkehrsunternehmen und Bürgerbus-Vereine erhalten mit dem „Werkzeugkasten Flexible Bedienformen“ eine Entscheidungs- und Planungshilfe, die durch eine fachlich qualifizierte Beratung vor Ort bei der Einführung dieser neuen Verkehrsprodukte ergänzt wird. Einen ersten Eindruck bietet eine Fachveranstaltung am 4. April in Hamburg bei der die Ergebnisse der Bestandsanalyse sowie der Werkzeugkasten vorstellt werden.

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