Dienstag, 11 April 2017 13:17

Brackmann: Ausbauplanung für den Elbe-Lübeck-Kanal wird konkreter

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Noch gibt es vom Land keine Pläne, wann der Neubau der Brücke bei Büchen in Angriff genommen werde soll. Noch gibt es vom Land keine Pläne, wann der Neubau der Brücke bei Büchen in Angriff genommen werde soll. Foto: W. Reichenbächer

Das Land drückt aber noch auf die Bremse

 

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(LOZ). „Der geplante Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals nimmt weiter Gestalt an. Wie mir das Verkehrsministerium auf Nachfrage mitteilte, brauchen nur noch acht Brücken über den Kanal auf die für den künftigen Verkehr ausgelegte Durchfahrtshöhe von 5,25 Meter angepasst werden. Drei dieser noch anzupassenden Brücken befinden sich zudem bereits in der Planung bzw. in unmittelbarer Vorbereitung. Alle anderen Kanalbrücken wurden bereits seit Anfang der 1990er Jahre durch Neubauten ersetzt. Dabei wurde auch ein zukünftiger Kanalausbau berücksichtigt und die Brücken auf eine Durchfahrtshöhe von mindestens 5,25 Meter angehoben“, erklärt Norbert Brackmann den aktuellen Stand der Ausbauplanung.

„Der Neubau der Straßenbrücke bei Büssau ist am weitesten Fortgeschritten und befindet sich in der Bauvorbereitung. Das für den Neubau zuständige Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg als sog. Träger des Vorhabens hat die Neubaumaßnahme bereits ausgeschrieben und bereitet aktuell die Vergabe vor. Nach den Ausschreibungsunterlagen wird der Abbruch und Neubau der Straßenbrücke von Juni 2017 bis März 2019 erfolgen“, erklärt Norbert Brackmann die anstehenden Arbeiten.

„Bei den Straßenbrücken nahe Lauenburg sieht es ähnlich gut aus. Die Straßenbrücke von Lanze nach Buchhorst ist bereits planfestgestellt, während die Straßenbrücke von Lanze nach Basedow in Planungsvorbereitung ist. Bei der Straßenbrücke Witzeeze ist ein Ersatzneubau hingegen noch nicht so klar absehbar. Planung und Bau werden mit dem Ersatzneubau der Schleuse Witzeeze kombiniert. Hier fehlt es bislang noch an konkreten Planungen“, erläutert Brackmann den Planungsstand zur Anpassung der WSV-eigenen Brücken über den Elbe-Lübeck-Kanal.

„Anders sieht es bei den Brücken aus, die nicht der WSV gehören und noch nicht die erforderliche Durchfahrtshöhe von 5,25 Meter haben. Dabei handelt es sich neben der Eisenbahnbrücke Dalldorf und der Fußgängerbrücke bei Berkenthin insbesondere um die so wichtigen Straßenbrücke Büchen sowie die Straßenbrücke von Anker nach Kühsen, die beide vom Land Schleswig-Holstein geplant und gebaut werden müssen. Hier sind bislang keine konkreten Planungen bekannt. Deshalb fordere ich das Land auf, genauso konkret und zielstrebig wie die WSV in die Planung für den Neubau der Straßenbrücke in Büchen einzutreten“, erklärt Brackmann, der hier das Land seit Jahren in der Pflicht sieht.

Hintergrund:

Seit Anfang der 1990er Jahre wurden am Elbe-Lübeck-Kanals folgende WSV-eigene Brücken durch Neubauten ersetzt und auf eine Durchfahrtshöhe von mindestens 5,25 Meter angehoben:

1992 - Straßenbrücke Genin
1997 - Straßenbrücke Kronsforde
2005 - Straßenbrücke an der Donnerschleuse
2006 - Straßenbrücke Dalldorf
2008 - Straßenbrücke Krummesse
2010 - Straßenbrücke Berkenthin
2014 - Straßenbrücke Horsterdamm Lauenburg

Zudem wurde 1994 die Eisenbahnbrücke Büchen und 2006 die Straßenbrücke Güster im Zuge des Neubaus auf die erforderliche Durchfahrtshöhe angepasst.

Letzte Änderung am Dienstag, 11 April 2017 13:26
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